Stand: 12.05.2026 • 11:25 Uhr
Das Rettungsschiff "Sea-Watch 5" ist nach Angaben der Hilfsorganisation von der libyschen Küstenwache mit scharfer Munition angegriffen worden. Verletzt wurde niemand, inzwischen befindet sich das Schiff auf dem Weg nach Italien.
Die "Sea-Watch 5" ist nach Angaben der Seenotretter "Sea-Watch" vor der libyschen Küste unter Beschuss geraten. Ein Patrouillenboot der libyschen Küstenwache habe mit scharfer Munition auf das Rettungsschiff der privaten Rettungsorganisation gefeuert und versucht, es nach Libyen zu zwingen, erklärte Sea-Watch. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich 90 kurz zuvor aus Seenot gerettete Menschen und 30 Crew-Mitglieder an Bord.
Julia Winkler, Sprecherin von Sea-Watch, sagte, ein Patrouillenboot der libyschen Küstenwache habe sich genähert und dann das Feuer eröffnet - "zuerst mit einem Schuss, gefolgt von einer Salve von etwa 10 bis 15 Schüssen".
Die libysche Küstenwache habe über Funk damit gedroht, die "Sea-Watch 5" zu entern und das Schiff an die libysche Küste zu bringen. Was laut Winkler im internationalem Recht einer Entführung entsprochen hätte. Die Besatzung habe einen Notruf abgesetzt und die zuständigen Behörden sowie die deutsche Bundespolizei informiert.







