Als Sebastian Scott sein Interview für sein Arbeitsvisum in den USA hat, wird er von einer Beamtin Folgendes gefragt: „Wie viele Menschen planen Sie einzustellen?“ „Millionen“, antwortet Scott. So erzählt es der 28-Jährige in einem kürzlich erschienen Post auf der Karriereplattform Linkedin. Was erst einmal größenwahnsinnig klingt, ist Scotts erklärte Mission. Zusammen mit seinen zwei Mitgründern Daniel Wintermeyer und Alexander Farr hat er vor einem Jahr sein KI-Recruiting-Startup Clera gegründet. Die KI-Anwendung will schnell und effektiv potenzielle Mitarbeiter im Tech-Bereich mit Unternehmen verknüpfen – und dabei gleichzeitig wie ein Jobcoach und Headhunter in einem agieren. Anzeige

Für sein Startup hat Scott sein Leben in Deutschland aufgegeben und ist gemeinsam mit seinen zwei Mitgründern in die USA, nach San Francisco, gezogen: „Wir haben einen sehr verrückten Lebensstil“, beschreibt Scott seinen derzeitigen Alltag, den er nach dem 9-9-6-Prinzip ausrichtet. Scott arbeitet sechs Tage in der Woche von neun Uhr früh bis neun Uhr abends. Nach Feierabend stehen mitunter noch Termine mit Menschen an, die sich bereits im Kandidatenpool von Clera befinden, um möglichst nah dran an den Nutzern von Clera zu bleiben.