Ein Team von Wissenschaftler:innen der britischen Cardiff University hat herausgefunden, dass die massereichsten Schwarzen Löcher im Universum nicht durch den Kollaps einzelner Sterne entstehen. Wie in einer im Fachmagazin Nature Astronomy veröffentlichten Studie zu lesen ist, wachsen diese extrem massereichen Objekte stattdessen durch wiederholte Kollisionen in dichten Sternenhaufen heran.Anzeige
Für die Untersuchung analysierten die Astrophysiker:innen um den Erstautor Fabio Antonini insgesamt 153 Verschmelzungen von Schwarzen Löchern, die von Observatorien wie LIGO im US-Bundesstaat Washington und Virgo im italienischen Cascina erfasst wurden. Die Datenbasis stammt aus der Version 4.0 des sogenannten Gravitational-Wave Transient Catalog, der die bislang umfangreichste Sammlung solcher Ereignisse darstellt.
Die Grenze von 45 Sonnenmassen
Die Auswertung zeigt deutlich, dass es bei etwa 45 Sonnenmassen eine harte physikalische Grenze gibt. Erreicht ein Stern am Ende seiner Lebensdauer eine Masse oberhalb dieses Wertes, wird er in einer gewaltigen Explosion vollständig zerrissen und hinterlässt keinerlei Materie, die noch kollabieren könnte.Anzeige
Dadurch entsteht die sogenannte Paarinstabilitäts-Massenlücke, weshalb extrem schwere Schwarze Löcher aus einzelnen Sternen eigentlich gar nicht hervorgehen dürften. Dass die Observatorien in genau diesem theoretisch verbotenen Massenbereich dennoch Signale verzeichnen, lässt sich nur durch einen genauen Blick auf die Eigenrotation der Objekte erklären.







