Menschen schützen sich in Thailand vor Hitze, die von El Niño befeuert wird
Wissenschaftler warnen vor einer katastrophalen Zuspitzung der Klimakrise in diesem Jahr. Von Januar bis April seien weltweit mit mehr als 150 Millionen Hektar mehr als ein Fünftel mehr Land verbrannt als beim bisherigen Negativrekord, teilte die Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA) mit.
»Obwohl die weltweite Brandsaison in vielen Teilen der Erde erst noch bevorsteht, deutet dieser rasante Start in Kombination mit dem prognostizierten El Niño auf ein besonders verheerendes Jahr hin«, sagte Theodore Keeping, Experte für Waldbrände am Imperial College London und Mitglied der WWA. Die weltweite Waldbrandsaison habe in diesem Jahr »sehr früh begonnen«.
El Niño ist ein Klimaphänomen, bei dem sich der östliche Pazifik ungewöhnlich erwärmt, was weltweit zu extremen Wetterlagen führt.
In Afrika sind in diesem Jahr WWA zufolge bereits 85 Millionen Hektar verbrannt, 23 Prozent mehr als beim bisherigen Höchststand. Die Ursache seien rasche Wechsel von extrem feuchten zu extrem trockenen Bedingungen, sagte Keeping. Starke Regenfälle hätten in der vorangegangenen Wachstumsperiode für mehr Gras gesorgt, das nun als Brennmaterial für die durch Dürre und Hitze ausgelösten Savannenbrände diene.






