Oliver Zipse: Der langjährige BMW-Chef tritt ab. Foto: Reuters, Getty Images, PR [M] Oliver Zipse: Unbequem, aber erfolgreich Der Automanager hat sich in seiner Amtszeit als BMW-Chef nicht nur beliebt gemacht. Trotzdem oder vielleicht sogar deswegen steht der Konzern heute besser da als die Konkurrenz.
Markus Fasse, Felix Stippler 12.05.2026 - 19:31 Uhr Artikel anhörenMünchen, Düsseldorf. Ein blauer 3er-BMW fährt in die Arena, die Menge applaudiert. Tausende Beschäftigte hat der Konzern Mitte März in den „BMW-Park“ geladen, die Basketballhalle im Münchener Westpark. Es ist die offizielle Vorstellung eines neuen Autos: der ersten Stromlimousine der „Neuen Klasse“, jenem Auto, das dem Werk München die Zukunft sichern soll. Und es ist gleichzeitig Oliver Zipses Abschied von den Mitarbeitern. „Dieser Moment gehört uns allen. Danke“, sagt er.Es ist ein ehrlicher Moment: Der Applaus hält lange an, ist aber nicht überschwänglich. Zipse hat den Münchener Autokonzern in den vergangenen Jahren durch viele Krisen gelenkt, deren Auswirkungen die deutsche Schlüsselindustrie noch heute beschäftigen. Der i3 und die Neue Klasse sind sein Auto und sein Vermächtnis.An diesem Mittwoch verabschiedet sich Oliver Zipse auf der Hauptversammlung von der Spitze des Konzerns. Nach sieben Jahren übergibt er ein Unternehmen, das wirtschaftlich und strategisch besser dasteht als die Konkurrenz. Das den Anspruch erhebt, die chinesischen und amerikanischen Herausforderer in die Schranken weisen zu können.Es geht aber auch ein Mann, an dem sich die Autoindustrie, Investoren und auch Medien gerieben haben wie an keinem anderen. Der Illusionen zerstörte, die suggerierten, dass ein Autokonzern über das Verleihen von Autos Geld verdienen könne. Oder dass der Ausstieg aus dem Verbrenner der schnellste Weg zur Elektromobilität sei. In vielen wichtigen Fragen der vergangenen Jahre stellte sich Zipse gegen den Mainstream der Branche. Und meistens hatte er recht.









