Der Mercedes-AMG Pure Speed ist ein verschärfter SLQuelle: Thomas Geiger/SP-XDer Name ist zwar Legende, doch der aktuelle Mercedes SL ist eher sanft. Beim Fahren weht nur ein zartes Lüftchen durch die Kabine und beim Verkauf herrscht gar vollends Flaute. Mit dem radikalen Roadster Pure Speed ändert sich das dramatisch. SP-X/Dubai. Der Name ist Versprechen und Provokation zugleich. AMG Pure Speed. Zwei Worte, die keine Erklärung dulden. Keine Relativierung. Kein Sicherheitsnetz. Und tatsächlich: Dieser Mercedes ist kein Roadster im klassischen Sinn. Er ist ein Bekenntnis. Ein radikaler Entwurf davon, wie sich Geschwindigkeit anfühlen soll, wenn man alles entfernt, was zwischen Mensch und Maschine stehen könnte. Denn es gibt an diesem Auto nichts, was Dich vor dem Sturm schützt und nichts, was Deine Fahrt filtert.

Mercedes hat schon öfter Autos gebaut, die mehr Wind als Komfort kannten. Der 300 SLR von 1955, mit dem Stirling Moss die Mille Miglia gewann, war ein Rennwagen mit Nummernschild. Jahrzehnte später zitierte der SLR Stirling Moss diese Haltung – kompromisslos, offen, limitiert auf 75 Exemplare. Der Pure Speed steht in dieser Tradition. Aber er ist kein Retro-Remake. Er ist die Fortschreibung der Idee mit den Mitteln von heute.