PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastWarum immer mehr Menschen Asthma bekommenVeröffentlicht am 26.02.2026Lesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/Phanie/BURGER/PHANIEAsthma betrifft Millionen Menschen – doch was genau passiert in den Atemwegen? Warum nimmt die Zahl der Erkrankungen zu? Und wie gut lässt sich die chronische Entzündung heute behandeln?Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage, warum die Zeit manchmal gefühlt schneller vergeht und manchmal langsamer. Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um Asthma – eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege. Prof. Johann Christian Virchow, Direktor der Klinik für Pneumologie, Allergologie und Interdisziplinäre Internistische Intensivmedizin an der Universitätsmedizin Rostock, erklärt, was dabei im Körper geschieht: Die Bronchien sind dauerhaft entzündet, schwellen an und verengen sich. Zusätzlich produzieren sie vermehrt Schleim. Die Folge sind Atemnot, Husten und pfeifende Atemgeräusche.Bei vielen jungen Menschen liegt eine allergische Ursache zugrunde. Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben lösen eine Immunreaktion aus, die die Atemwege empfindlich macht. Daneben gibt es eine Form, die häufiger im Erwachsenenalter auftritt und nicht klar durch äußere Reize erklärbar ist. Sie entsteht unabhängig von klassischen Allergenen und verläuft oft in Schüben.Warum die Erkrankung zunimmtSeit Jahren steigt die Prävalenz von Asthma. Eine zentrale Hypothese: Unser Lebensstil hat sich verändert. Kinder wachsen heute deutlich hygienischer auf als frühere Generationen. Das Immunsystem kommt seltener mit Keimen in Kontakt, wodurch seine Reifung beeinflusst werden könnte. Studien zeigen, dass Kinder aus ländlichen Regionen mit regelmäßigem Kontakt zu Stallstaub ein geringeres Risiko haben, Asthma zu entwickeln. Diskutiert wird zudem, ob Umweltfaktoren oder veränderte Wohnbedingungen – etwa stark beheizte Schlafzimmer – die Belastung mit Allergenen erhöhen.Typische Symptome sind nächtliche Atemnot, Engegefühl in der Brust und pfeifende Atmung. Manche Betroffene reagieren besonders empfindlich auf körperliche Anstrengung oder kalte Luft. Ein eigenständiges „Belastungsasthma“ ist das jedoch nicht, sondern Ausdruck der zugrunde liegenden Entzündung.Therapie: Entzündung konsequent kontrollierenHeilbar ist Asthma in der Regel nicht. Ziel der Behandlung ist es, die Entzündung dauerhaft zu kontrollieren. Basistherapie sind inhalative Glukokortikosteroide, die direkt in den Atemwegen wirken. Sie reduzieren die Entzündung effektiv und gelten in niedriger Dosierung als gut verträglich. Ergänzend kommen bronchienerweiternde Medikamente zum Einsatz. Für schwere Verläufe stehen inzwischen monoklonale Antikörper zur Verfügung, die gezielt in das Immungeschehen eingreifen.Entscheidend ist eine leitliniengerechte Betreuung durch Fachärzte. Beschwerden sollten nicht hingenommen werden. Denn moderne Therapien ermöglichen in vielen Fällen ein weitgehend beschwerdefreies Leben – vorausgesetzt, sie werden konsequent angewendet. Welche Entwicklungen die Forschung darüber hinaus bereithält, wird in der Folge vertieft.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.