PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastNeid als Kompass – wann das Gefühl uns weiterbringtVeröffentlicht am 18.02.2026Lesedauer: 3 MinutenQuelle: Getty Images/Nugroho RidhoNeid trifft viele in Momenten, in denen andere sichtbare Erfolge vorweisen. Psychologische Forschung unterscheidet zwischen einer konstruktiven und einer destruktiven Form des Gefühls.Außerdem beantworten wir im zweiten Teil der Folge die Frage, ob wir eigentlich auch zu viel schlafen können. Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um Neid und die Frage, warum dieses unangenehme Gefühl nicht nur schadet. Jan Crusius ist Sozialpsychologe an der Universität Greifswald und erforscht soziale Vergleiche. Neid entsteht häufig, wenn jemand in einem Bereich besser abschneidet, der für das eigene Selbstbild wichtig ist. Der innere Stich liefert dann Information: Wo stehe ich, was ist mir wichtig – und was fehlt mir noch?Wenn Neid nach oben ziehtEine gutartige Variante kann motivieren. Wer den Erfolg der anderen Person als verdient wahrnimmt, kann aus dem Vergleich konkrete Ziele ableiten: mehr üben, sich besser vorbereiten, hilfreiche Strategien übernehmen. Studien mit Leistungsaufgaben zeigen, dass Menschen nach einem Aufwärtsvergleich unter bestimmten Bedingungen mehr Zeit investieren und Anstrengung erhöhen, um die eigene Leistung zu steigern. Zugleich lässt sich prüfen, ob das Vergleichsthema tatsächlich bedeutsam ist oder nur durch Umfeld und Plattformen überhöht wirkt. Dann wird aus dem schmerzhaften Signal eine Entscheidungshilfe: Entweder Prioritäten verschieben – oder gezielt besser werden.Daneben gibt es bösartigen Neid. Dann zielt das Gefühl nicht auf Selbstverbesserung, sondern darauf, den Abstand zu verringern, indem andere abgewertet oder behindert werden. Das Risiko steigt, wenn ein Vorteil als unfair empfunden wird. Gegensteuern lässt sich, indem Vergleiche bewusst eingeordnet werden: den Blick auf eigene Stärken lenken, andere Maßstäbe wählen oder sich mit realistischen Vorbildern statt mit idealisierten Momentaufnahmen messen. So bleibt der soziale Vergleich ein Werkzeug – und wird nicht zum Dauerstress.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.Ab sofort gibt es noch mehr „Aha!“ bei Apple Podcasts und exklusiv hier für WELT-Abonnenten:„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.