Außerdem geht es in dieser Folge um sogenannte „Grandma-Hobbies“ wie Stricken oder Häkeln – und warum sie überraschend gut für die mentale Gesundheit sein können.Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:CO₂ gilt als einer der Haupttreiber des Klimawandels. In dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es jedoch um einen Perspektivwechsel in der Forschung: Kohlendioxid wird hier auch als potenzieller Rohstoff betrachtet. Mithilfe synthetischer Biologie untersuchen Forschende, wie sich CO₂ in neue Materialien umwandeln lässt. Zu Gast ist der Forscher Jan Lukas Krüsemann von der Charité Berlin, der erklärt, wie diese Verfahren funktionieren und wie realistisch ihr Einsatz für den Klimaschutz ist.Vom Abfallprodukt zum RohstoffSeit Beginn der Industrialisierung folgt der Umgang mit Kohlenstoff einem linearen Prinzip: fossile Rohstoffe werden gefördert, genutzt und am Ende als CO₂ in die Atmosphäre abgegeben. Dieses Modell trägt maßgeblich zur Erderwärmung bei. In der Forschung wird deshalb versucht, diesen linearen Prozess in einen geschlossenen Kreislauf zu überführen.Dafür gibt es unterschiedliche Ansätze. Neben der Speicherung von CO₂ rückt vor allem die synthetische Biologie in den Fokus. Mikroorganismen wie Bakterien oder Hefen werden dabei gezielt so verändert, dass sie Kohlendioxid aufnehmen und in andere chemische Verbindungen umwandeln können. Der enthaltene Kohlenstoff wird so nicht freigesetzt, sondern weiterverwendet – etwa als Ausgangsstoff für Kunststoffe, Lösungsmittel oder andere industrielle Grundstoffe.Bakterien als neue ProduktionshelferEine zentrale Rolle spielen dabei biologische und elektrochemische Prozesse. CO₂ kann zunächst mithilfe von Strom aus der Luft gewonnen und in flüssige Stoffe wie Methanol umgewandelt werden. Dieses dient anschließend Mikroorganismen als Nahrungsquelle. Ähnlich wie Hefe Zucker in Alkohol umwandelt, produzieren die Bakterien daraus neue chemische Verbindungen.So lassen sich Grundstoffe herstellen, die in der chemischen Industrie weiterverarbeitet werden können – etwa für Kunststoffe, Lösungsmittel oder Farbstoffe. Theoretisch ließe sich so ein großer Teil dessen herstellen, was heute aus Erdöl gewonnen wird. In der Praxis liegt die Herausforderung jedoch in der Effizienz: Während die petrochemische Industrie ihre Verfahren über Jahrzehnte optimiert hat, sind CO₂-basierte Prozesse noch vergleichsweise jung. Um konkurrenzfähig zu werden, müssen Erträge steigen und Produktionskosten sinken.Wie realistisch ist CO₂ als Rohstoff der Zukunft?Die Technologie ist längst nicht mehr nur ein Laborprojekt. Erste Unternehmen arbeiten bereits seit Jahren an industriellen Anwendungen. Dennoch gilt: CO₂ wird Erdöl nicht von heute auf morgen ersetzen. Wahrscheinlicher ist ein schrittweiser Übergang, bei dem bestehende Industrieprozesse ergänzt statt vollständig verdrängt werden.Besonders großes Potenzial liegt dort, wo besonders viel CO₂ anfällt – etwa in Fabriken mit hohen Emissionen. Künftig könnte das Gas direkt vor Ort abgefangen und weiterverarbeitet werden, statt in die Atmosphäre zu gelangen. Langfristig sehen Forschende darin einen wichtigen Baustein für eine klimafreundlichere Industrie, auch wenn politische Rahmenbedingungen und Investitionen entscheidend bleiben.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
CO₂ – Klimakiller oder neuer Rohstoff? - Wissenschafts-Podcast: - WELT
CO₂ gilt als Klimakiller – doch kann das Gas auch Teil der Lösung werden? Ein Forscher erklärt, wie die Wissenschaft CO₂ als Rohstoff nutzen will und wie realistisch diese Technologie für den Klimaschutz ist.






