PfadnavigationHomePodcastsAha!WISSENSCHAFTS-PODCASTWie Moore unser Klima schützen könnenStand: 14:25 UhrLesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/CHROMORANGE/wolfgang cezanneMoore wirken unscheinbar, doch sie spielen eine entscheidende Rolle fürs Klima. Eine Expertin erklärt, warum diese Landschaften enorme Mengen CO₂ speichern und weshalb ihr Schutz so wichtig ist.Außerdem geht es in dieser Folge um die sogenannte 72-Stunden-Regel und welchen Einfluss sie auf unsere Vorsätze hat.Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Moore gelten oft als matschige, ruhige Landschaften, dabei sind sie echte Klimaschützer. In dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es darum, warum Moore so große Mengen Kohlenstoff speichern und was passiert, wenn sie trockengelegt werden. Warum setzen entwässerte Moore plötzlich CO₂ frei? Wie schnell lässt sich dieser Prozess umkehren? Und was müsste passieren, damit Moore stärker zum Klimaschutz beitragen können? Zu Gast ist die Wissenschaftlerin Franziska Tanneberger, Leiterin des Greifswald-Moor Centrums.Unsichtbare KlimaschützerMoore gehören zu den effektivsten Kohlenstoffspeichern der Erde. Über Jahrtausende haben sie CO₂ aus der Atmosphäre aufgenommen und den darin enthaltenen Kohlenstoff im Boden gebunden – genauer gesagt im sogenannten Torf. Obwohl Moore weltweit nur einen kleinen Teil der Landfläche bedecken, speichern sie enorme Mengen Kohlenstoff, teilweise sogar mehr als Wälder.Der Grund liegt in den besonderen Bedingungen dieser Lebensräume: Pflanzenreste werden im nassen Boden nicht vollständig zersetzt, sondern lagern sich über lange Zeiträume an und bilden Torf. Auf diese Weise bleibt der Kohlenstoff gebunden und gelangt nicht zurück in die Atmosphäre. Moore wirken dadurch als natürliche CO₂-Speicher und tragen zur Stabilisierung des Klimas bei.Wenn Moore zur CO₂-Quelle werdenDas Problem beginnt, sobald Moore entwässert werden. Gelangt Sauerstoff in den Boden, beginnen die organischen Materialien zu zerfallen: Der im Torf gespeicherte Kohlenstoff reagiert mit Sauerstoff und wird als CO₂ freigesetzt. Genau das ist in vielen Regionen über Jahrzehnte geschehen – etwa durch Trockenlegung für Landwirtschaft oder Siedlungsbau.Die Folge: Aus einem Klimaschützer wird eine Emissionsquelle. In Europa zählen entwässerte Moore deshalb zu den größten Verursachern von Treibhausgasen im Landnutzungssektor. Gleichzeitig ist die Lösung vergleichsweise einfach: Werden Moore wieder vernässt, sinken die Emissionen deutlich, oft schon innerhalb kurzer Zeit.Wie Moore wieder zum Klimaretter werdenDer Schlüssel liegt darin, Moore wieder in ihren natürlichen Zustand zurückzuführen. Dazu müssen Entwässerungsmaßnahmen gestoppt und Wasserstände angehoben werden. In vielen Fällen reicht es bereits, Gräben zu schließen oder Pumpen abzuschalten, damit sich das Moor selbst regeneriert.Eine zentrale Herausforderung bleibt jedoch die Nutzung dieser Flächen. Landwirtschaft und Klimaschutz stehen hier oft in Konkurrenz. Neue Ansätze setzen deshalb darauf, Moore auch im nassen Zustand wirtschaftlich zu nutzen, etwa durch den Anbau von Pflanzen, die an feuchte Bedingungen angepasst sind.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.