Außerdem geht es in der Folge um die Frage: Spart es beim Autofahren Sprit im Leerlauf zu fahren? Hier können Sie die Folge direkt hören: Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Wie viele Freundschaften kann ein Mensch eigentlich wirklich pflegen? Und warum fühlen sich manche Beziehungen enger an als andere? Die sogenannte Dunbar-Zahl liefert spannende Hinweise darauf, wie unser Gehirn soziale Bindungen organisiert. In dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ erklärt der Psychotherapeut Dr. Wolfgang Krüger, wie stabile Freundschaften entstehen und warum wir nur eine begrenzte Zahl echter Vertrauenspersonen haben.Wie viele Beziehungen kann der Mensch führen?Wenn Menschen ihr soziales Umfeld betrachten, taucht häufig eine Zahl auf: rund 150 Kontakte. Diese Schätzung geht auf den Anthropologen Robin Dunbar zurück. Seine Forschung deutet darauf hin, dass das menschliche Gehirn nur eine bestimmte Menge an Personen dauerhaft zuordnen, einordnen und mit einem Gefühl von Vertrautheit verbinden kann.Dunbar leitete diese Obergrenze ursprünglich aus Beobachtungen bei Primaten ab. Größere Hirnareale, die für soziale Interaktionen zuständig sind, korrelierten dort mit größeren Gruppen. Überträgt man dieses Verhältnis auf den Menschen, ergibt sich ein Netzwerk von etwa 150 Personen, das wir kognitiv noch überblicken können.Gleichzeitig zeigen Studien, dass diese Zahl kein starres Gesetz ist. Je nach Persönlichkeit, Lebenssituation und Bindungserfahrungen variiert die Größe unseres Netzwerks deutlich. Menschen, die Nähe positiv erleben oder eine hohe Lebensfreude und Offenheit mitbringen, pflegen meist mehr Kontakte – andere bleiben lieber in kleineren Kreisen.Warum enge Freundschaften selten sind Innerhalb dieses großen Netzwerks befindet sich ein sehr kleiner Kern besonders vertrauter Beziehungen. Forschende gehen davon aus, dass die meisten Menschen nur drei bis fünf enge Freundschaften gleichzeitig aufrechterhalten können. Solche Herzensfreundschaften entstehen jedoch nicht zufällig: Sie beruhen auf wiederholtem Austausch, gemeinsamen Werten und dem Gefühl, verstanden und akzeptiert zu werden.Lebensphasen beeinflussen zudem, wie viele enge Freundschaften Menschen überhaupt bilden. In Kindheit, Schul- und Studienzeit entstehen besonders viele Kontakte, weil Gruppen stabil sind und persönlicher Austausch alltäglich stattfindet. Ab dem frühen Erwachsenenalter nimmt die Zahl der engeren Beziehungen tendenziell ab – berufliche Verpflichtungen, Familiengründung oder Umzüge verringern die Zeit und Energie, die für neue Freundschaften bleibt.Für das Wohlbefinden ist jedoch weniger die Quantität als die Qualität entscheidend. Ein vielfältiges Netzwerk schützt vor Überabhängigkeit von einzelnen Personen, aber emotionale Stabilität entsteht vor allem in den wenigen, wirklich tiefen Beziehungen.Und was ist mit den sozialen Medien?Soziale Medien vermitteln oft das Gefühl großer Verbundenheit. Follower, Likes und digitale Nachrichten erzeugen Nähe, die zugleich flüchtig sein kann. In Untersuchungen zeigt sich immer wieder: Für echte, stabile Freundschaften bleibt persönlicher Kontakt entscheidend. Gemeinsame Erlebnisse, Blickkontakt und körperliche Präsenz stärken Bindungssysteme im Gehirn auf eine Weise, die durch digitale Interaktion nur unvollständig ersetzt wird.Wer neue Freundschaften finden möchte, profitiert daher von realen Begegnungen – etwa in Kursen, Vereinen oder Gruppen mit gemeinsamen Interessen. Dort entstehen Anknüpfungspunkte, aus denen sich im Laufe der Zeit echte Nähe entwickeln kann.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Dunbar-Zahl: Wie viele Freundschaften kann ich haben? - Podcast - WELT
150 soziale Beziehungen könne der Mensch im Durchschnitt aufrechterhalten. Das besagt die „Dunbar-Zahl“. Was dahinter steckt, warum enge Freundschaften so selten sind und ob unser sozialer Horizont mit den sozialen Medien wächst, erklärt ein Freundschaftsforscher.






