PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastWarum Fernbeziehungen mehr Nähe schaffen können, als viele denkenVeröffentlicht am 11.09.2025Lesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/Westend61/Gary WatersIn Deutschland lebt etwa jedes siebte Paar in einer Fernbeziehung. Solche Beziehungen gelten oft als krisenanfällig, können aber mit Routinen, klaren Absprachen und bewusstem Umgang mit Nähe sogar stabiler sein – und manchmal bringt die räumliche Trennung Vorteile.Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage, wie ihr euch am sichersten bei Gewitter verhalten solltet. Hier könnt ihr die Folge direkt hören: Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um die Frage, wie Fernbeziehungen funktionieren können. Zu Gast ist die Soziologin Dr. Marie-Kristin Döbler vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung in München. Sie promovierte mit ihrer Arbeit zu „Nicht-Präsenz in Paarbeziehungen: Lieben und Leben auf Distanz“.Kommunikation schafft NäheWesentlich für das Gelingen einer Partnerschaft über Entfernung hinweg ist der kontinuierliche Austausch. Regelmäßige Telefonate, Videogespräche oder Nachrichten können das Gefühl von Alltäglichkeit vermitteln, auch wenn die Partner weit auseinanderleben. Viele Paare entwickeln feste Rituale: Sie verabreden Zeitpunkte für Gespräche, berichten einander von banalen Alltagssituationen oder lassen eine Videoverbindung stundenlang im Hintergrund laufen, sodass Nähe entsteht, ohne ständig reden zu müssen.Darüber hinaus sind gemeinsame Ziele wichtig. Selbst wenn ein baldiges Zusammenziehen nicht absehbar ist, hilft es, konkrete Treffen oder Urlaube zu planen. Solche fixen Bezugspunkte schaffen Verbindlichkeit und geben der Beziehung Struktur.Vorteile des Lebens auf DistanzTrotz aller Herausforderungen bietet das Modell auch Chancen. Paare berichten häufig, dass sie die gemeinsame Zeit intensiver erleben, weil sie sich darauf konzentrieren können und Ablenkungen durch Alltagspflichten wegfallen. Streit über Haushaltskleinigkeiten bleibt meist aus. Zudem wächst die Wertschätzung: Wer Zeit, Geld und Energie investiert, signalisiert damit die Bedeutung der Partnerschaft besonders deutlich.Ob Fern- oder Nahbeziehung besser funktioniert, lässt sich wissenschaftlich nicht pauschal beantworten. Viel hängt von der Lebensphase ab: Während einer Studienzeit kann Distanz Freiräume eröffnen, in einer späteren Familiengründung dagegen zur Belastung werden. Kurz gesagt: Fernbeziehungen sind nicht zwangsläufig ein Kompromiss. Sie können neue Formen von Nähe ermöglichen – wenn beide Partner bereit sind, bewusst in ihre Verbindung zu investieren.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.Ab sofort gibt es noch mehr „Aha!“ bei Apple Podcasts und exklusiv hier für WELT-Abonnenten:„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.