PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastAffäre, Ausrutscher oder Neuanfang – Was Fremdgehen über Beziehungen verrätVeröffentlicht am 17.06.2025Lesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/Westend61/Emma InnocentiEin Kuss, ein Seitensprung – und plötzlich steht die Beziehung auf dem Spiel. Warum gehen Menschen fremd? Und ist Untreue immer das Ende oder manchmal auch ein Neuanfang? Eine Sexologin erklärt, was hinter Affären steckt – und wie man damit umgehen kann.Hier können Sie die Folge direkt hören: Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Ein heimlicher Flirt, ein Kuss mit jemand anderem oder sogar eine langfristige Affäre – Fremdgehen hat viele Gesichter. Doch warum setzen Menschen ihre Beziehung aufs Spiel? Und was bedeutet Untreue eigentlich genau? Studien zeigen: Die Grenzen sind fließend – und die Toleranz gegenüber Seitensprüngen scheint zu steigen.In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ spricht die Psychotherapeutin und klinische Sexologin Dania Schiftan aus Zürich über die psychologischen Hintergründe von Untreue und wie Paare mit einem Seitensprung umgehen können. Wo beginnt Untreue?Die Faszination und gleichzeitige Beunruhigung rund um das Thema Fremdgehen ist allgegenwärtig. Ob in Therapiepraxen, Gesprächen unter Freund:innen oder in medialen Debatten – immer wieder stellen wir uns die Frage: Wo fängt Untreue an und wo hört sie auf? Die Antwort ist komplex und beginnt mit einer unbequemen Wahrheit: Es gibt keine universelle Definition.Treue bedeutet für jedes Paar etwas anderes – körperlich, emotional oder beides. Während manche bereits beim Flirt oder einem intensiven Gespräch mit Dritten Alarm schlagen, ziehen andere die Grenze erst beim Geschlechtsverkehr. Besonders die emotionale Treue wird oft unterschätzt: Wer sich einem anderen Menschen intensiver anvertraut als der eigenen Partnerin oder dem Partner, kann eine unsichtbare Grenze überschreiten, die als ebenso schmerzhaft empfunden wird wie körperliche Untreue.Sprechen, bevor es brenntAuffällig ist: Viele Paare definieren ihre Regeln erst dann, wenn etwas passiert ist. Dabei wäre es essenziell, in guten Zeiten darüber zu sprechen. Was bedeutet Treue für dich? Welche Form von Nähe ist in Ordnung – und welche verletzt? Solche Gespräche schaffen Klarheit und Vertrauen. Statt Kontrolle geht es darum, Unsicherheiten und Bedürfnisse offen zu verhandeln.Interessanterweise zeigen Statistiken: Frauen gehen inzwischen ebenso häufig fremd wie Männer – nur unauffälliger. Männer reden eher darüber, Frauen verschweigen es öfter. Warum das so ist, bleibt offen. Klar ist jedoch: Es geht nicht nur um den sexuellen Akt, sondern vor allem um das Verheimlichen. Die Lüge, nicht der Sex, trifft meist am tiefsten.Von der Krise zur neuen BeziehungskulturSo schmerzhaft ein Seitensprung auch ist – er muss nicht zwangsläufig das Ende einer Beziehung bedeuten. Im Gegenteil: In vielen Fällen ist er ein Wendepunkt. Die Krise zwingt beide, sich mit lange unausgesprochenen Themen auseinanderzusetzen: Vernachlässigte Bedürfnisse, mangelnde Nähe, fehlende Kommunikation. Manche Paare finden auf diesem Weg sogar zu einer stärkeren Verbindung zurück.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.Ab sofort gibt es noch mehr „Aha!“ bei Apple Podcasts und exklusiv hier für WELT-Abonnenten:„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.