Düsseldorf. Schauspieler George Clooney war 20 Jahre das Werbegesicht von Nespresso-Kaffee. Kürzlich wurde der Hollywoodstar reaktiviert, um die neuen Nespresso-Kapseln aus Papier zu bewerben. Diese sind heimkompostierbar und seit dem Frühjahr auch in Deutschland alternativ erhältlich. Damit reagierte Nespresso auf die lautstarke Kritik von Verbrauchern und Umweltschützern an Kapseln aus Aluminium.
Die nachhaltigeren Papierkapseln sind für Nespresso, das zum Schweizer Konzern Nestlé
gehört, ein Hoffnungsträger. In Frankreich, der Schweiz und Österreich sind die neuen Kapseln schon länger auf dem Markt: „Damit haben wir Stamm- und Neukunden erreicht – und vor allem ehemalige Kunden zurückgewinnen können“, sagte Alessandro Piccinini, Chef von Nespresso Deutschland, kürzlich dem Handelsblatt.
Doch jetzt wird Nespresso wegen Verletzung des Patents der heimkompostierbaren Kapsel verklagt. Kläger ist die niederländische Firma Ox Barrier, die nach eigenen Angaben auf Forschung und Patentlizenzierung spezialisiert ist. Die Niederländer haben demnach beim Landgericht München am 7. Oktober Klage eingereicht.
„Wir wollen Nespresso den Verkauf der kompostierbaren Kapseln nicht verbieten, sondern verlangen eine angemessene Entschädigung über eine Lizenzierung“, sagte Mattie de Koning, Leiter „Geistiges Eigentum“ bei Ox Barrier, dem Handelsblatt. „Leider wollte Nespresso mit uns nicht darüber reden. Deshalb haben wir geklagt – zunächst in Deutschland, wenn nötig auch in anderen europäischen Ländern.“










