PfadnavigationHomeICONISTEssen & TrinkenRezeptDas macht den Rosenkohl fett – Honig und GochujangVon Katharina JamesVeröffentlicht am 17.10.2025Lesedauer: 3 MinutenRosenkohl mit scharf-süßer GlasurQuelle: Katharina JamesRosenkohl hat sich vom Grusel- zum Trendgemüse gemausert. Steckt dahinter ein allgemeiner Reifeprozess oder eine Neuzüchtung? Wir lassen ihn uns geröstet mit einer scharf-süßen Glasur schmecken.In der Erinnerung an die Kindheit scheinen viele Schulwege länger, Winter kälter, Nachbarn böser, als sie es in Wirklichkeit waren. Könnte das auch auf Essen zutreffen? Rosenkohl war in meiner Kindheit ein Gemüse der Kategorie „der Hunger treibts rein“. Sprich: Ich habe es gegessen, wenn es nun mal auf dem Tisch stand, aber gefreut habe ich mich bestimmt nicht darüber.Inzwischen esse ich Rosenkohl richtig gern, und ich bin nicht allein damit. „Ich-Herzchenemoji-Rosenkohl“ schrieb mir zum Beispiel ein Kollege, als ich ihm vor einiger Zeit dieses Rezept vorgelegt habe. Ich habe diesen Wandel lange Zeit einem allgemeinen Reifeprozess zugeschrieben. Womöglich bildete ich mir auch ein, das Biest Rosenkohl mittels meiner Kochkünste gebändigt zu haben. Kürzlich teilte mir eine Bekannte aber mit, dass dem Rosenkohl, den es heutzutage zu kaufen gibt, die unangenehme Bitterkeit weg gezüchtet wurde, es das Grusel-Gemüse meiner Kindheit also faktisch nicht mehr gibt. Kann das sein? Gibt es einen Rosenkohl-Experten in der Leserschaft, der uns aufklären kann? Lesen Sie auchOb es nun an dem Rezept liegt oder an der Evolution des Rosenkohls: Wenn ich ein Blech mit erst knusprig gerösteten und dann mit einer süß-scharfen Glasur überzogenen Kohlköpfchen aus dem Ofen ziehe, muss ich zusehen, dass ich es überhaupt bis zum Tisch schaffe, bevor mindestens die Hälfte davon mit spitzen Fingern weggemopst wurde. Dazu essen wir meistens Reis und Fisch, manchmal aber auch Tofu, den wir in Würfel schneiden und gleichzeitig mit dem Rosenkohl im Ofen backen. In dem Fall rühren wir gleich die doppelte Menge Glasur an und würzen damit auch den Tofu. Überhaupt passt die Soße auch zu anderen Röstgemüsen oder Hühnchen.Gochujang ist eine fermentierte koreanische Chilipaste, die ich wirklich nicht genug empfehlen kann: Der Geschmack hat eine malzig-deftige Schärfe, die Röstaromen, wie hier beim Rosenkohl, ganz wunderbar unterstreicht. Sie bekommen sie in Asia-Lebensmittelläden, gut sortierten Supermärkten oder online. Zutaten: