PfadnavigationHomeRegionalesHamburgFilmfestAbspann mit PreisverleihungVeröffentlicht am 05.10.2025Lesedauer: 5 MinutenSzene aus „15 Liebesbeweise“ – der Film gewann den Publikumspreis beim Filmfest HamburgQuelle: PRMit dem Abschlussfilm „Rental Familiy“, der Anfang Januar in die deutschen Kinos kommt, endete am Samstag das Filmfest Hamburg. Leiterin Malika Rabahallah zeigte sich zufrieden mit dem Publikumszuspruch und dem Start der ausgebauten Industry Days.Das Filmfest Hamburg endete am Samstag mit dem Abschlussfilm „Rental Family“ von der japanischen Regisseurin Hikari, mit dem starken Schauspieler Brendan Fraser in der Hauptrolle. Im klassisch erzählten Film geht es um den in Tokio lebenden, abgehalfterten US-Schauspieler Philipp, stets auf der Suche nach dem nächsten Job und etwas Sinn in seinem Leben. Als er schließlich mal wieder engagiert wird, schlüpft für eine japanische „Rental Family“-Agentur in unterschiedliche Rollen, die allerdings nichts mit Theater oder Film zu tun haben, sondern knallhart in der Realität angesiedelt sind. Philipp spielt als Familienmitglied auf einer Beerdigung den „traurigen Amerikaner“, für ein kleines Mädchen den Vater, für einen alten Filmstar im Auftrag von dessen Tochter einen Journalisten. Schließlich verschwimmen die Grenzen zwischen Schauspiel und seinem eigenen Leben. Fraser spielt an der Spitze einer tollen Besetzung umwerfend. Der deutsche Kinostart von „Rental Family“ wird der 8. Januar 2026 sein.62.000 Besucher sahen mehr als 120 FilmeInsgesamt liefen beim Filmfest an zehn Festivaltagen mehr als 120 Filme vor ihrem Start im Kino. 62.000 Besucher, inklusive jener des Binnenalster Filmfests und der Industry Days, machten das Festival zu einem vollen Erfolg. Insgesamt wurden knapp 150.000 Euro an Preisgeldern vergeben. Der Löwenanteil entfällt auf die Produktionsförderung. Kulturstaatsrätin Jana Schiedek überreichte bereits am 1. Oktober die mit 85.000 Euro dotierten Hamburg Producers Awards. Der Preis würdigt besondere Leistungen deutscher Produzentinnen und Produzenten sowie von Film- und Fernsehproduktionsfirmen. Den Preis in der Kategorie „Deutsches Kino“ gewann Produzent Kirill Krasovski (Blue Monticola Film) für den Film „Sehnsucht in Sangerhausen“. Der Hamburg Producers Award „Internationale Kino-KoPro“ erhielten die Produzenten Georg Neubert, Katharina Weser und Jasper Wiedhöft (Reynard Films) für die Produktion „A Sad and Beautiful World“. Die Preisgelder für beide Kategorien von zusammen 50.000 Euro werden von der Behörde für Kultur und Medien finanziert. Julia Westlake moderiert abschließende PreisverleihungGewinner des Hamburg Producers Award „Deutsche Fernsehfilme“ ist der Produzent Peter Hartwig (Kineo Film) für den Film „Polizei“. Das Preisgeld für diese Auszeichnung in Höhe von 25.000 Euro wird von der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten (VFF) gestiftet, die auch das Preisgeld für den Hamburg Producers Award „Deutsche Serien“ in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung stellt. Den Award erhielten in diesem Jahr die Produzenten Kirstin Wille, Alexandra Bauermeister, Phil Laudeund Ralph Schiller (DCM Pictures in Zusammenarbeit mit DiggiTales) für die Produktion „Almania“.Beim Abschluss des Filmfests am Samstag wurden von Moderatorin Julia Westlake und ihren Gästen weitere Preise vergeben: Den mit 10.000 Euro dotierten Preis „Der Politische Film“ der Friedrich-Ebert-Stiftung erhielt Regisseurin Lana Daher für ihren Film „Do You Love Me“ über Beirut. Der mit 5.000 Euro dotierte NDR-Nachwuchspreis für Langfilmdebüts geht in diesem Jahr an den Regisseur Lloyd Lee Choi für seinen Film Lucky Lu, der von der harten Realität heutiger Einwanderer in New York erzählt. Den Albert Wiederspiel Preis für die beste Regie, von Hapag Lloyd mit 10.000 Euro dotiert, erhielt die ukrainische Regisseurin Zhanna Ozirna.Douglas Sirk Preis für Jean-Pierre und Luc DardenneDen Preis der Filmkritik vergibt das Filmfest seit 2018 in Zusammenarbeit mit dem Verband der deutschen Filmkritik. Den Preis 2025 bekommt der dänische Film „Second Victims“ von Zinnini Elkington. Er beschreibt den Kampf einer Ärztin mit einer möglichen Fehldiagnose und ihre Auseinandersetzung mit der Unvermeidlichkeit des Todes, der den Beruf trotz aller medizinischen Möglichkeiten begleitet. Den mit 5.000 dotierten und von der Hapag Lloyd Stiftung ausgelobten Publikumspreis ergatterte diesmal der Film „15 Liebesbeweise“ von Alice Douard. Am Tag der Deutschen Einheit gab es beim Filmfest wie im Vorjahr den von der Kulturbehörde finanzierten „Tag des freien Eintritts“, bei dem insgesamt 10.000 Kinotickets kostenlos vergeben wurden. Der seit 1995 verliehene Douglas Sirk Preis des Filmfest Hamburg für Persönlichkeiten, die sich durch ihre Arbeit um die Filmkultur und die Filmbranche verdient gemacht haben, ging in diesem Jahr an die Regisseure Jean-Pierre und Luc Dardenne, deren aktueller Film „Jeunes mères – Junge Mütter“ beim Festival gezeigt wurde – ein einfühlsam erzähltes Sozialdrama, das unter die Haut geht.Weltpremiere des Hamburger Films „Billie“Der Film beschreibt die Schicksale fünf junger Mädchen und ihrer Babys in einem Heim für alleinerziehende Mütter und die Schwierigkeiten, mit denen sie zu kämpfen haben. Alle fünf sind arm und wollen ihre Kinder behalten, aber Armut, Gewalt in der Familie, Drogenprobleme und soziale Ablehnung stellen die jungen Mütter vor gigantische Probleme. Die belgischen Dardenne-Brüder reihen sich in eine illustre Preisträgerriege ein, die von Clint Eastwood über Jodie Foster, Jim Jarmusch, Gérard Depardieu, Tilda Swinton, Fatih Akin und Catherine Deneuve bis zu Sandra Hüller reicht.Einer der eindrucksvollsten Filme beim Filmfest Hamburg war bei seiner Weltpremiere der Film „Billie“ von Sheri Hagen. Die Regisseurin schildert – wie die Dardenne-Brüder, nur mit anderen filmischen Mitteln – Schicksale im sozial schwachen Milieu. Hagens Kammerspiel erzählt, wie die Freundinnen Nina (Ruby Commey) und Angie (Thelma Buabeng) versehentlich in Nettelnburg zu Bankräuberinnen werden. Im Verlauf des Bankraubs mit Geiselnahme legt die eindringliche Tragikomödie tiefgehende Probleme in den Familien der beiden schwarzen Frauen und in ihrem sozialen Umfeld offen. So leidet Nina massiv unter häuslicher Gewalt. Ihr Mann (Timo Jacobs) misshandelt sie körperlich und seelisch – was im Verlauf des Dramas schließlich zur beherrschenden Handlung wird, womit der Bankraub zur Nebensache wird. Nina und ihre Tochter erfahren schließlich die Solidarität ihrer der Geiseln, die in diesem Fall nicht am Stockholm-Syndrom leiden. Herausragende schauspielerische Darstellungen, besonders von Commey und Jacobs, machen den Film zu einem Kinoereignis. Filmfest Hamburg 2026: vom 24. September bis 3. Oktober.
Filmfest: Abspann mit Preisverleihung - WELT
Mit dem Abschlussfilm „Rental Familiy“, der Anfang Januar in die deutschen Kinos kommt, endete am Samstag das Filmfest Hamburg. Leiterin Malika Rabahallah zeigte sich zufrieden mit dem Publikumszuspruch und dem Start der ausgebauten Industry Days.






