Steht man vor den Werken paläolithischer Höhlenkunst, in Altamira etwa, Lascaux oder der Grotte Chauvet, staunt man über die Linienführungen, die so überhaupt nichts mit Kinderzeichnungen gemein haben, und viel mehr mit Picassos Stier. Auch verblüfft oft die geschickte Ausnutzung der Wölbungen in den Malflächen oder die Markierung von Dynamik. Nur in einer Hinsicht bleibt der moderne Blick auf diese Bilder unbefriedigt. Die Farbpalette ist recht beschränkt: Schwarz von Holzkohle und Braunstein, Rot und Gelb von Ocker, also verschiedenen Oxiden, Oxidhydraten und Hydroxiden des Eisens. Aber kein Grün und kein Blau.
Rätsel der Steinzeitkunst: Warum die Farbe Blau fehlte
Höhlenmalereien sind nicht eben bunt – so fehlt ausgerechnet die Farbe für Himmel und Wasser. Warum? Denn die Pigmente dafür hatte der Mensch durchaus, wie nun nachgewiesen wurde.







