Einen Namen bekommen sie erst posthum auf der Wiesn, dann sind sie längst geschlachtet und hängen am Spieß: Auf dem Karlshof bei Ismaning, wo die Ochsen für das Münchner Oktoberfest heranwachsen, haben sie nur mehrstellige Nummern. Nach den Worten von Bereichsleiter Ochsenmast Johannes Attenberger geben die Daten auf den gelben Marken am Ohr Aufschluss über Rasse, Herkunft und das Alter der Tiere. Und Letzteres entscheidet darüber, ob sie als Ochs in der Semmel oder als Braten auf den Tisch kommen, im Ganzen unter den Augen der Gäste gegrillt werden – oder noch eine Zeit lang verschont werden, weil sie zu jung sind.