Der Weg zu den Wiesn-Enten führt über viele kleine gewundene Straßen, bergauf, bergab. Dann geht es nach links eine kleine Anhöhe hinauf, auf der ein Weiler thront. Neuerding heißt er und gehört zur Gemeinde Pleiskirchen im Landkreis Altötting. Fast vollständig ist dieser Weiler in der Hand von Andreas Lugeder. Der 50-Jährige ist einer der wenigen Landwirte in ganz Bayern, der seinen Lebensunterhalt voll und ganz mit der Zucht und der Mast von Enten und Gänsen bestreitet. Wenn er nicht sogar der einzige ist, der noch eigenständig arbeitet, ohne zu einem Geflügelkonzern zu gehören.

Dem Landesverband der Bayerischen Geflügelwirtschaft ist zumindest kein anderer mehr bekannt, seit der „Entenbaron“ Eckart Freiherr von Luttitz am Gut Niederaltenburg in Weyarn diesen Geschäftszweig eingestellt hat. Luttitz belieferte früher auch das Oktoberfest. Mittlerweile stammen die meisten Enten, die dort auf dem Teller der Wiesnbesucher landen, vom Geflügelhof Lugeder. Zumindest, sofern es sich nicht um Bio-Enten handelt, wie sie etwa die Hühner- und Entenbraterei Ammer anbietet. Lugeder hat sich nicht bio-zertifizieren lassen. Viel zu aufwendig, sagt er.

Auf dem Geflügelhof Lugeder werden Enten und – wie hier im Bild – Gänse gehalten.