Putins Eigentore : Wie Russland seine Gegner stärkt25.09.2025, 17:15Lesezeit: 1 Min.Vermutlich hofft der Kreml-Herrscher, mit seinen hybriden Übergriffen Angst, Verunsicherung und Uneinigkeit zu verbreiten. Die Konsequenz könnte allerdings sein, dass die Gegner, die er sich schafft, stärker und einiger werden.Hier ist ein Vorschlag an den NATO-Generalsekretär für die Vergabe einer Verdienstmedaille: Wladimir Wladimirowitsch Putin.Nicht nur hat der Kreml-Herrscher durch seinen Eroberungskrieg gegen das Nachbarland Ukraine das atlantische Bündnis aus dem vermeintlichen Hirntod geweckt. Nicht nur erinnert er das Bündnis durch seine unverfrorenen Übergriffe aus dem Bausatz der hybriden Kriegsführung ständig daran, dass es eben nicht nur um die Ukraine geht. Denn das lässt sich spätestens seit den Vorkommnissen der vergangenen Wochen nicht mehr wegreden, dass sich diese Übergriffe gegen Bündnispartner richten.Strategische FolgewirkungenAber zusätzlich zu diesen strategischen Folgewirkungen des russischen Vorgehens kommt noch eine, die ganz spezifisch den militärischen Planern der NATO und ihrer jeweiligen Streitkräfte nützt. Detailliert wird offengelegt, wo taktische Schwächen in Ausrüstung, Einsatz und Struktur liegen.Über die Motive lässt sich nur Kreml-Astrologie betreiben. Eine gängige Erklärung lautet, Putin wolle Angst verbreiten und den Westen dadurch davon abbringen, der Ukraine zu helfen. Vielleicht ist es auch einfach lustig, seine Füchse an immer wieder eine andere Ecke des Gänsestalls zu schicken und dann in Moskau dem Geschnatter zuzuhören. Wie auch immer, das Ergebnis könnte sein, dass die Gegner, die Russland sich schafft, nicht schwächer und uneiniger werden, sondern im Gegenteil.