PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsVon Quishing bis Kontenklau5x: Betrugsmaschen beim StromladenVeröffentlicht am 23.09.2025Lesedauer: 3 MinutenBeim Stromladen sollte man aufpassenQuelle: KiaWo Geld hin und her wandert wird, gibt es Betrug. Das ist auch beim Bezahlen an der Ladesäule nicht anders. SP-X/Köln. Betrügereien an der Ladesäule sind heute noch eher selten. Aber sie dürften im gleichen Tempo zunehmen wie die Elektrifizierung des Pkw-Bestands. Fünf Maschen sind aktuell und wohl auch in Zukunft besonders populär.

Ladekarten-DoubletteKlassische RFID-Ladekarten sind nicht fälschungssicher. Da die Technik vielfach ohne Verschlüsselung arbeitet, lassen sich Karten relativ leicht kopieren oder nachmachen. So können Unbefugte unter fremdem Namen laden – und der eigentliche Karteninhaber zahlt. Unter Umständen fällt das erst spät auf, etwa bei der monatlichen Abrechnung. Wer unautorisierte Ladevorgänge mitbekommen will, aktiviert wenn vorhanden die Smartphone-Push-Mitteilungen seines E-Mobilitätsproviders, rät etwa die E-Autovermietung Nextmove. Dann klingelt bei jedem Bezahlvorgang ein Signalton.

Quishing über gefälschte QR-CodesGerade kleinere Ladesäulenbetreiber setzen beim Ad-hoc-Laden häufig auf das Freischalten über QR-Codes. Der ladewillige E-Autofahrer scannt den Code per Handy und landet auf der Seite des Fahrstromanbieters, wo er seine Zahlungsdaten hinterlegt. An diese Daten wollen auch Betrüger gelangen – sie ersetzen originale die Codes an Ladesäulen durch gefälschte Varianten und fischen Kreditkarteninformationen ab. Das sogenannte Quishing läuft häufig einfach durch das kaum sichtbare Überkleben des Original-Codes mit einem Sticker. Wird der gefälschte Code gescannt, gelangt man auf eine falsche Webseite, die die Zahlungsdaten stiehlt. Strom gibt es natürlich keinen, viele Autofahrer dürften das aber für eine „normale“ Fehlfunktion halten und zu einer anderen Säule wechseln. Wer sich über QR-Codes autorisiert, sollte daher genau überprüfen, ob sie überklebt wirken. Auf der sicheren Seite ist man mit dynamischen Codes, die auf dem Bildschirm des Geräts angezeigt werden. Vor allem bei AC-Säulen sind Displays allerdings aktuell noch sehr selten. Erste Modelle wie die Amperfied Connect Public mit Farbdisplay sind aber bereits am Netz.