E
s ist das bisher schwerste Zerwürfnis der noch jungen schwarz-roten Koalition gewesen: Als die Unionsfraktion sich vor der Sommerpause weigerte, die SPD-Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht zu wählen, hatte das ohnehin recht kühle Binnenverhältnis von Union und SPD einen frühen Tiefpunkt erreicht. Die aufgebrachten Sozialdemokraten warfen ihrem Koalitionspartner nicht nur Wortbruch vor, sondern auch, einer Hasskampagne in den sozialen Netzwerken gegen eine renommierte Juristin aufgesessen zu sein. Die Führung der CDU/CSU-Fraktion gab zwar zerknirscht zu, in der Tat kein Glanzstück vollbracht zu haben. Wählen freilich wollte man Frauke Brosius-Gersdorf trotzdem nicht.










