Wer bis vor ein paar Jahren die Sparkassenstraße entlangspazierte, den erfasste auf Höhe der Hausnummer 6 schon mal ein Schwall Fettgeruch. Hier residierte lange Jahre der Haxnbauer, der für seine – wofür auch sonst – Schweins- und Kalbshaxen bekannt und vor allem bei Touristen (ja, auch Einheimischen) beliebt war. Als das sogenannte Scholastikahaus renoviert werden musste und eine deftige Mieterhöhung drohte, machte die Kuffler-Gruppe Schluss, Augustiner übernahm und eröffnete dort den Haxengrill.
Anfang Mai dieses Jahres hat der alte Haxnbauer an neuer Stätte mit großem Tamtam und Täterä seine Wiedereröffnung gefeiert. Jetzt ist er, ganz ohne Fettgeruch, im Tal zu finden, und zwar dort, wo bis 1957 der Sterneckerbräu war und anschließend Einzelhandel, zuletzt ein Computerladen. Die braune Vergangenheit des Sterneckerbräu wollen wir hier nicht groß ausbreiten, nur so viel: Sie auf der Speisekarte explizit als „Mythos“ abzutun, finden wir fragwürdig.
Und wie sieht der neue Haxnbauer nun aus? Nach zwei Jahren Umbau ist ein Restaurant im altbayerischen Stil mit dunkler Wandvertäfelung und vielen historischen Bildern herausgekommen. Alles ist absichtlich auf Vintage gemacht, das soll Gemütlichkeit verbreiten. In der Tat lässt es sich in den Räumlichkeiten, es gibt neben dem Hauptsaal auch noch ein Salettl und eine Liesl-Stubn, gut aushalten.








