Die Geschichte des guten alten Tauschhandels reicht schon ein paar Jahre zurück. Also Jahrhunderte. Okay, Jahrtausende. Aber so richtig aus der Mode gekommen ist er nie. Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten, wenn das Geld als etabliertes Zahlungsmittel an Wert verliert, wird der Tauschhandel als Alternative immer wieder gerne genommen. Dann werden Waren und Dienstleistungen direkt gegen andere Waren und Dienstleistungen verrechnet. Und gut is‘ es.
Aber auch sonst ist der Tauschhandel in vielen Nischen des gesellschaftlichen Lebens bis heute ein probates Mittel, um Güter gegen eine entsprechende Gegenleistung an den Mann oder die Frau zu bringen, ohne jedes Mal fragen zu müssen: „Bar oder mit Karte?“
Wer kennt sie nicht, die großen Sammelbilder-Börsen vor Unterrichtsbeginn, bei denen mal eben ganz unkompliziert ein Harry Kane im Tausch gegen 35 Tim Lemperles über die zur Ladentheke umfunktionierte Schulbank geht. Ebenfalls beliebt: Kleidertauschpartys. Frei nach dem Motto: Gibst du mir deine Katzensocken, bekommst meine Wildschweinkrawatte.
Eine ganz spezielle Art des Tauschhandels hat sich – besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen – in den vergangenen Wochen in Niederbayern etabliert, wo kommenden Freitag das Straubinger Gäubodenfest beginnt. Ein Hendlbrater aus der Region, der mit seinem Verkaufswagen verschiedene Städte und Gemeinden der Umgebung anfährt, sorgte da schon mal für die anstehenden Festtage vor.







