„Nicht noch ein Nullachtfünfzehn-Brunch-Lokal!“, haben sich Fanny Loy und Carina Streidl wohl gedacht, als sie die Chance bekamen, ein eigenes Frühstückscafé zu eröffnen. Zumindest würde das den Namen erklären, den sie für ihr erstes gemeinsames Projekt gewählt haben: „Not another brunch spot“, kurz Nabs. Vergangenen Mai hat das Nabs eröffnet. Trotzdem ist die Adresse nicht komplett neu, denn ein Restaurant gibt es in der Pariser Straße 34 schon lange.

Es ist auch die Adresse der Haidhauser Spezlwirtschaft, mit der sich das Nabs die Räumlichkeiten teilt. Wirt Philipp Hanrieder hat darin eine Win-win-Situation erkannt. Er habe, so sagt er, schon länger mit dem Gedanken gespielt, wieder einen Brunch anzubieten, wie es ihn vor Jahren einmal gab. Gleichzeitig hegten zwei seiner Mitarbeiterinnen – Loy und Streidl – den Wunsch, ein eigenes Café zu eröffnen. „Da habe ich ihnen die Spezlwirtschaft angeboten, damit sie ihr eigenes Konzept austesten können.“

Noch ein Vorteil der gemeinsamen Raumnutzung: Dank ihrer langjährigen Mitarbeit kennen sich die beiden Junggastronominnen vor Ort bestens aus. Am Abend werden sie weiterhin Teil des Spezlwirtschaft-Teams sein. Den Brunch am Wochenende stemmen sie zusätzlich, Streidl in der Küche, Loy im Service.