Es war kurz vor 22 Uhr als der wohlhabende Privatier Bernd S. (Name geändert) am 27. Februar vergangenen Jahres nichts ahnend vor die Tür seines Hauses im Landkreis Dachau trat. Er wollte den Sternenhimmel beobachten, so wie er das auch schon in der Vergangenheit oft getan hatte. Doch in jener Nacht hätte ihm diese Angewohnheit fast das Leben gekostet. Denn in einem Durchgang zwischen seinem Haus und der Garage lauerte ihm in der Dunkelheit ein gedungener Mörder auf. Bei dem Mann handelte es sich um Radi S., einen Kreditvermittler aus Bulgarien, der laut eigenen Angaben auch Gewalt einsetzte, um in seiner Heimat Schulden einzutreiben. Er war mit einem Beil und einem Kampfmesser bewaffnet und hatte den Auftrag, Bernd S. zu töten. Mindestens 50 000 Euro sollte Radi S. dafür bekommen. Jedoch die Tat misslang.