Im Prozess um die Hintergründe eines Mordanschlages auf einen 56-Jährigen aus dem Landkreis Dachau hat die mitangeklagte Stieftochter ihre Mutter schwer belastet – und diese wiederum ihre Tochter. Wie die Deutsche Presse-Agentur mitteilt, erklärte zunächst die 29-Jährige, ihre derzeit 58-jährige Mutter habe ihr nach dem Anschlag gestanden, einen Killer auf den Stiefvater angesetzt zu haben. Anschließend erklärte die Mutter, das Mordkomplott zusammen mit der Tochter ausgeheckt zu haben.

Die Tat ereignete sich in der Nacht des 27. Februar 2024, soweit sind sich alle Prozessbeteiligten einig. Doch wer dafür verantwortlich ist, darüber wird seit fast zwei Monaten vor dem Landgericht München II verhandelt. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass die Ex-Ehefrau des Opfers und ihre Tochter gemeinsam den Plan gefasst haben, den 56-Jährigen, der über ein beträchtliches Vermögen verfügt, umzubringen. Motiv ist nach Ansicht der Ankläger Habgier. Mutter und Tochter waren pleite, sie hielten sich laut Staatsanwaltschaft mit Kleinkriminalität im Internet über Wasser.

Prozess am Landgericht München

Ehefrau soll Auftragskiller angeheuert haben

Nach dem misslungenen Tötungsversuch an ihrem Mann steht eine 58-Jährige vor Gericht. Um an sein Vermögen zu kommen, soll sie mit ihrer Tochter und deren Freund ein Mordkomplott geplant haben.