Oberhausen (dpa) - Sänger Udo Lindenberg (79) hat für die von ihm unterstützte Musiker-Kampagne „Rock gegen Rechts“ im Jahr 2000 eine Bilderserie mit Hooligans gemalt - die von ihm so genannten „Pimmelköppe“ sind glatzköpfige Skinheads in Flecktarn mit Schlagstöcken und hochgerecktem rechtem Arm. „Ich wollte zeigen, wie hirntot die unterwegs sind“, sagte Lindenberg. „Völlig ohne Kopf, Gehirn abgeschraubt, nur der dumpfe Schrei. Jetzt marschieren sie immer noch, aber in nem anderen Look, sitzen mit teuren Krawatten in Parlamenten.“ Von Sonntag an sind die „Pimmelköppe“ nun bei einer großen Lindenberg-Retrospektive in der Ludwigsgalerie Schloss Oberhausen zu sehen.

Große Lindenberg-Schau in Oberhausen

Bei der Schau unter dem Motto „Kometenhaft panisch. Likörelle, Udogramme, nackte Akte & viel mehr“ steht Lindenberg vor allem als Maler und Zeichner im Mittelpunkt. Für seine „Pimmelköppe“ habe er Acrylfarbe mit Blut und Straßendreck gemischt und teils sogar auch eigenes Blut verwendet, sagte Lindenberg der dpa. Ein Großteil sei allerdings Kunstblut gewesen.

Ein Bild aus der Serie „Pimmelköppe“ zeigt Skinheads mit hochgerecktem rechtem Arm.

(Foto: Fabian Strauch/dpa)