Zweieinhalb Stunden sind für die Arbeitssitzung der Staats- und Regierungschefs der Nato am Mittwochmittag eingeplant – die einzige beim diesjährigen Gipfeltreffen der Allianz in Den Haag, der am Dienstagabend mit einem Festessen beim niederländischen König beginnt. Die Erklärung, die bei diesem kurzen Beisammensein angenommen werden soll, ist ähnlich knapp: eine Seite. „Buchstäblich – A4“, sagt ein Nato-Diplomat und zeichnet mit den Zeigefingern die eckigen Umrisse eines Blatts Papier in die Luft.
Das ist ungewöhnlich. Normalerweise nehmen sich die Staats- und Regierungschefs bei Nato-Gipfeln deutlich länger Zeit für einander. Und sie verabschieden eigentlich auch ausführlichere, mehrseitige Erklärungen. Aber weil dieses Jahr wieder US-Präsident Donald Trump dabei ist, der zeitraubende Sitzungen und Dokumente mit zu viel Text nicht mag, soll alles kurz, knapp und konzise sein. „Short and sweet“, wie es in Brüssel im Nato-Hauptquartier heißt.
„Den Amerikanern hätte eine Abschlusserklärung gereicht, die einen einzigen Satz enthält: Die Nato-Partner verpflichten sich, ihre Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent der Wirtschaftsleistung zu erhöhen“, sagt ein Diplomat. Mehr will Trump nicht von diesem Gipfel.













