Nachdem die Staatsanwaltschaft München I ihre Ermittlungen zum tödlichen Unfall auf der Eisbachwelle abgeschlossen hat, will die Stadt den Surfspot „so bald wie möglich wieder für die Surfenden“ freigeben. Das teilte Bürgermeister Dominik Krause (Grüne) in Vertretung des erkrankten Oberbürgermeisters Dieter Reiter (SPD) mit. Allerdings müsse die Stadt zunächst Einsicht in die Ermittlungsakten nehmen. „Sollten sich darin keine sicherheitsrelevanten Aspekte finden, steht einer Öffnung grundsätzlich nichts im Wege“, sagte Krause.
Kurz zuvor hatte die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungsergebnisse veröffentlicht. Demnach gebe es keine „Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Tun oder Unterlassen“, erklärte Oberstaatsanwältin Anne Leiding. Bei dem Vorfall auf der Eisbachwelle im April, infolgedessen eine 33-Jährige ums Leben kam, handle es sich um ein „äußerst tragisches“ und trotz umfangreicher Ermittlungen nicht restlos aufklärbares Unglück, so die Staatsanwaltschaft.
Die Ermittler halten es zumindest für denkbar, dass sich die Surferin mit ihrer Sicherungsleine – der sogenannten Leash – an einem der 29 im Wasser befindlichen Störsteine verhakt hatte und die Frau dadurch unter Wasser gedrückt wurde. Dieser Unfallhergang sei jedoch „nicht mit Sicherheit feststellbar“, betont die Ermittlungsbehörde. Bei der 33-Jährigen und ihrem 35-jährigen Begleiter habe es sich um „geübte Surfer“ gehandelt, die „mit der Eisbachwelle vertraut“ waren.







