PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastWie wichtig ist der erste Eindruck?Von Juliane Nora SchneiderVeröffentlicht am 19.06.2025Lesedauer: 3 MinutenQuelle: Getty Images/Hinterhaus ProductionsSchon beim ersten Blick auf eine Person urteilen wir über ihre Sympathie, Attraktivität und Vertrauenswürdigkeit – oft in weniger als einer Sekunde. Solche spontanen Einschätzungen können unser Verhalten und unsere Entscheidungen beeinflussen. Doch wie verlässlich ist der erste Eindruck? Und wie können wir voreilige Urteile erkennen?Außerdem geht es um die Ernährung von Vätern und wie sie sich auf die Gesundheit ihrer Kinder auswirkt. Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um die Mechanismen des ersten Eindrucks und darum, wie stark er unser Denken und Handeln prägt. Rainer Banse, Professor für Sozial- und Rechtspsychologie an der Universität Bonn, erklärt, welche unbewussten Prozesse dabei ablaufen – und wie sich ein erster Eindruck revidieren lässt.Urteil in MillisekundenWissenschaftliche Studien zeigen, dass unser Gehirn in unter 100 Millisekunden wesentliche Merkmale eines Gesichts registriert: Geschlecht, Alter, physische Attraktivität – aber auch komplexere Eigenschaften wie Vertrauenswürdigkeit. Diese Bewertungen laufen automatisch ab, bevor wir bewusst darüber nachdenken. Die Grundlage dafür bilden soziale Kategorien, die wir unbewusst mit bestimmten Erwartungen verknüpfen. Dazu gehören Stereotype und Vorurteile ebenso wie individuelle Vorerfahrungen.Die automatischen Zuordnungen wirken sich auf unser Verhalten aus. Wer als freundlich oder kompetent wahrgenommen wird, erhält eher Chancen – zum Beispiel im Beruf oder in sozialen Situationen. Das kann zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung führen: Wenn jemand etwa als fähig eingeschätzt wird, bekommt er entsprechende Aufgaben zugeteilt, kann sich bewähren – und erfüllt so genau die Erwartung, die ursprünglich auf einem flüchtigen Eindruck beruhte.Schwer zu korrigieren?Obwohl der erste Eindruck oft oberflächlich ist, wirkt er lange nach. Viele Menschen neigen dazu, an ihrer Einschätzung festzuhalten, selbst wenn neue Informationen verfügbar sind. In manchen Fällen werden widersprüchliche Hinweise schlicht ignoriert, um das eigene Bild nicht infrage stellen zu müssen. Nur wer bewusst offen für neue Eindrücke bleibt, kann sein ertes Urteil revidieren – was jedoch aktive Aufmerksamkeit und Selbstreflexion erfordert.Das bekannte Sprichwort „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“ trifft nur bedingt zu. Zwar beeinflusst der erste Eindruck häufig unser Verhalten, doch Menschen sind grundsätzlich in der Lage, ihre Meinung zu ändern – wenn sie bereit sind, neue Informationen anzunehmen und Vorurteile zu hinterfragen.Kurz gesagt: Der erste Eindruck ist schnell gebildet, beeinflusst unser Verhalten nachhaltig und ist selten objektiv – aber er muss kein endgültiges Urteil bleiben.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.Ab sofort gibt es noch mehr „Aha!“ bei Apple Podcasts und exklusiv hier für WELT-Abonnenten:„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.