Erfurt (dpa/th) - Thüringens Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Peter Wurschi, wirft dem Kabarettisten Uwe Steimle und der AfD eine Verharmlosung von Diktaturen vor. Es überrasche nicht, dass bei der AfD-Veranstaltung in Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt die DDR-Hymne gesungen wurde, „wenn man die Entwicklung Uwe Steimles und die ideologische Ausrichtung der AfD betrachtet“, sagte Wurschi der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. „Sie eint ein Geschichtsrevisionismus, der die NS-Diktatur genauso wie die SED-Diktatur verharmlost“, so Wurschi. Für die tatsächlichen Opfer sei diese Verharmlosung der SED-Diktatur eine Zumutung. Wurschi kritisierte auch Steimles Aussagen über Friedrich Merz und Angela Merkel (beide CDU). Dies seien nur oberflächlich als Satire verhüllte Gewaltfantasien. „Die DDR Hymne dient dann nur noch als verbindender Soundtrack für eine ostalgische und antiliberale Grundhaltung.“© dpa-infocom, dpa:260716-930-395490/1

AfD-Chef Tino Chrupalla und Spitzenkandidat Ulrich Siegmund haben in Sachsen-Anhalt mit dem Kabarettisten Uwe Steimle diskutiert. Der schlug radikale Töne an – und präsentierte…

Es ist ein Abend, der für Diskussionen sorgt: In Dessau-Roßlau wird bei einer AfD-Veranstaltung die DDR-Hymne gefeiert, ein Kabarettist provoziert – und im Publikum gibt’s Beifall.