AfD-Chef Tino Chrupalla und Spitzenkandidat Ulrich Siegmund haben in Sachsen-Anhalt mit dem Kabarettisten Uwe Steimle diskutiert. Der schlug radikale Töne an – und präsentierte einen eigenwilligen Blick auf die deutsche Nationalhymne.

15.07.2026, 08.54 Uhr

AfD-Politiker Siegmund, Chrupalla, Kabarettist Steimle, ehemalige Grünenpolitikerin Antje Hermenau

»Auferstanden aus Ruinen« statt »Einigkeit und Recht und Freiheit«: Der Kabarettist Uwe Steimle hat auf einer AfD-Veranstaltung im sachsen-anhaltischen Dessau-Roßlau ein eigentümliches Geschichtsverständnis offenbart.Zum Abschluss einer Diskussionsveranstaltung mit AfD-Bundeschef Tino Chrupalla und dem AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im kommenden September, Ulrich Siegmund, stimmte Steimle die DDR-Hymne an.

Chrupalla hatte Steimle zuvor gebeten, die Nationalhymne zu singen. »Das machen wir immer in Sachsen-Anhalt«, sagte der Partei-Co-Chef. Als Steimle das Lied aus der Zeit der SED-Diktatur anstimmte, versuchte Chrupalla zunächst noch zu intervenieren, gab dies jedoch rasch auf, als Steimle unbeirrt weiter sang.Chrupalla und Siegmund lächelten und sangen daraufhin teilweise gemeinsam mit den Besuchern die DDR-Hymne. Steimle schloss mit den Worten: »Ich kann nur die Hymne.«