Trier (dpa/lrs) - Mit einer Entschuldigung zur Ahrtal-Flutkatastrophe will der rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Gordon Schnieder (CDU) nach Ansicht eines Experten Vertrauen gegenüber der Politik wiederherstellen. „Er will damit deutlich machen, dass aus seiner Sicht der Politik hier Versagen vorzuwerfen ist“, sagte der Politikwissenschaftler Uwe Jun der Deutsche Presse-Agentur.Der „symbolische Akt der Entschuldigung“ solle nun neues Vertrauen schaffen. Die Entschuldigung diene Schnieder auch dazu, „sich von seinen Vorgängern abzugrenzen“, sagte Jun in Trier. Die frühere Regierungschefin Malu Dreyer und deren Nachfolger Alexander Schweitzer (beide SPD) hatten sich nicht entschuldigt.Fünf Jahre später „relativ spät“Die Betroffenen der Flutkatastrophe im Ahrtal könnten zu Recht darauf verweisen, dass eine solche Entschuldigung nach fünf Jahren „relativ spät“ komme, sagte der Professor. „Und es ist sehr spät, und es hat auch keine materiellen Auswirkungen.“Die schlimmen Folgen der Flut seien „nach jetzt den fünf Jahren nicht mehr wiedergutzumachen“. Das müsse man auch anerkennen. „Insofern sind die Wirkmöglichkeiten einer solchen symbolischen Politik begrenzt.“Der „symbolische Akt der Entschuldigung“ solle neues Vertrauen schaffen, sagt der Trierer Politikwissenschaftler Uwe Jun. (Archivbild) Harald Tittel/dpaDennoch habe der Ministerpräsident versuchen wollen, kurze Zeit nach seinem Amtsantritt, persönlich für das einzustehen, was er „staatliches Versagen“ nenne, sagte Jun.Entschuldigung am fünften Jahrestag der FlutSchnieder hatte am fünften Jahrestag der Flutkatastrophe die Menschen für das Versagen des Staates um Entschuldigung gebeten. Der Staat habe damals sein Versprechen nicht eingehalten, seine Bürgerinnen und Bürger zu schützen, sagte er am Dienstagabend bei einer Gedenkveranstaltung in Bad Neuenahr-Ahrweiler.„Der Staat hat in dieser Frage und in dieser Nacht versagt.“ Fehlbarkeit habe dazu geführt, dass das Ahrtal nicht auf diese Katastrophe vorbereitet gewesen sei. Schnieder war zum Zeitpunkt der Flutkatastrophe CDU-Landtagsabgeordneter.© dpa-infocom, dpa:260715-930-387408/1

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Auf eine solche Entschuldigung haben viele Menschen seit Jahren gewartet: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder hat sich deutlich zu staatlichen Fehlern bei…

Gordon Schnieder hat sich als erster staatlicher Repräsentant bei den Betroffenen der Katastrophe entschuldigt. Seine Amtsvorgänger hatten das noch vermieden.

Beim Gedenken an die Ahrflut hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) staatliches Versagen eingeräumt und die Betroffenen um Entschuldigung gebeten.

Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz hat sich für das Staatsversagen bei der Flut entschuldigt. Friedrich Merz sprach von besserem Schutz vor Naturkatastrophen.

Bad Neuenahr-Ahrweiler (dpa) - Es ist ein Tag der Trauer, des Mutmachens, des Zuhörens, aber auch der Versprechen: Am fünften Jahrestag der tödlichen Flut in Rheinland-Pfalz und…

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Schnieder findet beim Gedenken im Ahrtal klare Worte: Er entschuldigt sich für das Staatsversagen bei der Flutkatastrophe 2021. Auch…

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Mit seiner Entschuldigung setzt Gordon Schnieder ein Zeichen. Drei weitere Beispiele für öffentliche Bitten um Verzeihung.

Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal entschuldigt sich der Ministerpräsident für das Behördenversagen. Aber er hat Weiteres zu tun.

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