Hannover (dpa/lni) - In der Marktkirche Hannover stehen die Menschen dicht an dicht. Nicht alle Angehörigen, Freunde und Kollegen der drei getöteten Mitarbeiter des Jugendamts der Region Hannover finden einen Sitzplatz. Manche weinen, andere halten sich schweigend im Arm. Vor dem Kondolenzbuch bildet sich nach der Andacht eine lange Schlange. Immer wieder werden Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet.Stadtsuperintendent: „Wir sind fassungslos und erschüttert“Zwei Tage nach den tödlichen Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade haben viele Menschen in Hannover der sechs Todesopfer gedacht. Unter den Getöteten sind drei Mitarbeiter des Jugendamts der Region Hannover, die sich zu einem Hilfeplangespräch in der Einrichtung befanden. Insgesamt starben vier Frauen und zwei Männer.„Wir sind fassungslos und wir sind erschüttert“, sagte Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes in der Andacht. Ein Mensch habe anderen Menschen das Leben genommen und damit viele weitere Menschen getroffen. „Auch uns.“Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler soll ein 45 Jahre alter Mann am Montag in Stade sechs Menschen erschossen haben. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft stuft die Tat als sechsfachen Mord ein. Hintergrund soll ein Sorgerechtsstreit gewesen sein. Eine Mordkommission ermittelt.Mehrere Seelsorger unterstützten die Trauernden vor Ort. Moritz Frankenberg/dpaMüller-Brandes: „Ein Schutzort wurde zum Tatort“Müller-Brandes sprach von einer Tat an einem Ort, der eigentlich Schutz bieten sollte: einem Haus, in dem Menschen Zuflucht suchen, in dem Kindern und Familien geholfen wird. „Ausgerechnet dort“, sagte er, sei Gewalt geschehen. „Ein Schutzort wurde zum Tatort.“ Was geschehen sei, lasse sich kaum begreifen.Die drei getöteten Mitarbeiter aus der Region Hannover seien Menschen gewesen, die Verantwortung übernommen und nicht weggesehen hätten, sagte der Stadtsuperintendent. Sie hätten in einem Beruf gearbeitet, der von Vertrauen lebe.Wenn diejenigen gefährdet würden, die schützen, und diejenigen bedroht würden, die helfen, „dann gerät etwas Grundsätzliches ins Wanken“. Menschen in sozialen Berufen brauchten Respekt, Solidarität und Schutz.Viele Trauergäste zündeten Kerzen für die sechs Todesopfer von Stade an. Moritz Frankenberg/dpaOnay: „Menschen, die anderen Menschen helfen wollten“Auch Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) wandte sich an die Trauergemeinde. Die Nachrichten aus Stade hätten das ganze Land unter Schock gesetzt. „Menschen, die anderen Menschen helfen wollten, wurden ermordet“, sagte er.Sechs Menschen seien tot: Männer, Frauen, Eltern, Geschwister, Freunde. Die Frage nach dem Warum lasse sich nicht beantworten. Onay rief dazu auf, trotz Schmerz und Fassungslosigkeit zusammenzustehen. Aus der Tat dürfe sich kein Hass Bahn brechen, sagte er.Sozialdezernentin wischt sich Tränen aus den AugenWährend der Andacht ist die Erschütterung in der Kirche greifbar. Auch Anne Spiegel, einst Bundesministerin für Familie und erst seit kurzem Sozialdezernentin der Region Hannover, wischt sich mit einem Taschentuch die Tränen aus den Augen. Viele der Anwesenden wirken, als suchten sie erst noch Worte für das, was in Stade geschehen ist. Müller-Brandes sagte: „Heute ist es zu früh für Erklärungen.“© dpa-infocom, dpa:260701-930-317903/1

Stade (dpa) - Bei Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade sind fünf Erwachsene getötet worden. Die Polizei hat zwei Menschen festgenommen. Polizei und…

Stade (dpa) - Nach Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade sind sechs Menschen tot. Ein Haupttäter wurde festgenommen, zwei weitere befinden sich der…

Stade (dpa) - Nach den tödlichen Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade kommen erste Details zum mutmaßlichen Täter und seinem Motiv ans Licht.…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tat in Jugendhilfeeinrichtung“. Lesen Sie jetzt „Sechs Tote in Stade sorgen für Fassungslosigkeit“.

Ein Termin zum Sorgerecht eskaliert in tödlicher Gewalt: In Stade erschießt ein Mann sechs Menschen in einer Jugendhilfeeinrichtung. Die Ermittler sprechen von einer kaltblütigen…

Stade (dpa) - Nach den tödlichen Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade kommen erste Details zum mutmaßlichen Täter und seinem Motiv ans Licht.…

Berlin/Stade (dpa) - Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach den tödlichen Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade sein Mitgefühl ausgedrückt. „Die…

Nach den tödlichen Schüssen in Stade zeigt sich Bundeskanzler Merz tief betroffen. Sechs Mitarbeiter einer Jugendhilfeeinrichtung wurden getötet. Ein Tatverdächtiger ist…

Stade (dpa) - Nach der Tötung von sechs Menschen in Stade gehen Ermittlungen und Aufarbeitung weiter. Ein 45 Jahre alter Mann hat am Montag in der Stadt westlich von Hamburg…

Sechs Angestellte einer Jugendhilfeeinrichtung haben ihren Arbeitstag am Montag nicht überlebt. Sie wurden getötet – vermutlich wegen eines Sorgerechtsstreits. Wie geht es weiter?

Stade (dpa) - Nach dem gewaltsamen Tod von sechs Menschen in Stade steht die Identität der Opfer noch nicht fest. Die Identifizierung dauere an, sagte eine Polizeisprecherin.…

Der Täter erschoss vier Frauen und zwei Männer, die beruflich in einer Mutter-Kind-Wohngruppe in Stade waren. Dringend verdächtig ist ein 45-Jähriger.

„Extrem kaltblütig“: Sechs Mitarbeiter einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade sind am Montag erschossen worden. Hintergrund der Tat ist ein Sorgerechtsstreit. Politiker zeigen sich…

Die Polizei hat weitere Details zu den Schüssen in Stade bei Hamburg bekannt gegeben: Sechs Menschen sind tot, der Tatverdächtige ist ein 45-jähriger Mann. Was wir bislang wissen.

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sechs Tote“. Lesen Sie jetzt „Erschütterung nach Gewalttat in Stade - Andacht am Abend“.

In Stade werden vier Frauen und zwei Männer erschossen. Die Reaktionen zeigen, wie viele Menschen sich betroffen fühlen. In der Stadt soll es am Abend Raum für Trauer, Anteilnahme…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kollegen trauern“. Lesen Sie jetzt „Stade: Drei Mitarbeiter der Region Hannover unter den Opfern“.

Nach der tödlichen Tat in Stade suchen viele Menschen Trost beim Gedenkgottesdienst. Die Anteilnahme ist groß, viele bringen Blumen für die sechs Opfer.

Für ein Hilfsgespräch fahren drei Mitarbeiter des Jugendamts nach Stade – dort werden sie getötet. Die Region Hannover reagiert erschüttert.

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Unterstützung für Betroffene“. Lesen Sie jetzt „Gewalttat in Stade: Opferschutzbeauftragter sichert Hilfe zu“.