PfadnavigationHomePanoramaSechs ToteMerz „erschüttert bis ins Mark“ – Entsetzen über Gewalttat in StadeStand: 07:56 UhrLesedauer: 2 MinutenBei den Schüssen in Stade sind am Montag sechs Menschen ums Leben gekommen. Hintergrund der Tat soll nach Angaben der Polizei ein Sorgerechtsstreit um ein drei Monate altes Baby gewesen sein.„Extrem kaltblütig“: Sechs Mitarbeiter einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade sind am Montag erschossen worden. Hintergrund der Tat ist ein Sorgerechtsstreit. Politiker zeigen sich entsetzt.Nach den tödlichen Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade hat Bundeskanzler Friedrich Merz sein Mitgefühl ausgedrückt. „Die Nachricht aus Stade erschüttert bis ins Mark“, schrieb der CDU-Politiker auf der Plattform X. Viele Menschen, „die helfen und schützen wollten“, hätten ihr Leben verloren oder seien verletzt worden.„Mein Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen“, schrieb Merz weiter. Zudem dankte er den Polizistinnen und Polizisten „für ihren schnellen Einsatz“. Bei der Gewalttat in Stade waren am Montag sechs Erwachsene getötet worden. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Todesopfern um Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtung. Hintergrund der Tat ist nach ersten Erkenntnissen vermutlich ein Sorgerechtsstreit. Der mutmaßliche Täter ist ein 45-jähriger, in Deutschland geborener Türke aus dem Raum Hannover. Er wurde noch am Nachmittag auf der Flucht festgenommen.Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) bezeichnete den Schusswaffenangriff in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade mit sechs Toten als „erschütternd“. Die Tat mache „die gesamte Landesregierung tief betroffen“, erklärte Lies. Zugleich bat er darum, „jetzt keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und den Ermittlungen den nötigen Raum zu geben“. Es sei „die Zeit für Trauer, Anteilnahme und sachliche Ermittlungsarbeit und nicht für Spekulationen und Verunsicherung“.„Wir sind in Gedanken bei den Opfern, deren Familien und Freunden und bei allen, die das furchtbare Geschehen miterleben mussten“, erklärte Lies und ergänzte: „Wir trauern um die Menschen, die ihr Leben verloren haben. Wir wünschen den Verletzten eine möglichst schnelle und vollständige Genesung.“Innenministerin spricht von singulärer Tat Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) sprach von einer „extrem kaltblütigen“ Tat. Am Montag seien sechs Menschen „auf brutale Weise aus dem Leben gerissen“ worden, erklärte sie. Das verursachte Leid sei „schwer zu begreifen und noch schwerer in Worte zu fassen“. Die Tat werde Stade „lange beschäftigen“ und „Spuren hinterlassen“. Behrens sprach allen Betroffenen ihre Anteilnahme aus.Lesen Sie auchSie bezeichnete die Tat zudem als singulären Fall. In der Stadt westlich von Hamburg hatten zuletzt im vergangenen Jahr Ausschreitungen zwischen zwei Großfamilien bei einem Mordprozess für Schlagzeilen gesorgt. Diese Tat habe nichts mit früheren Fällen zu tun, sagte die SPD-Politikerin und betonte: „Ich bin mir sicher, dass diese schreckliche Tat Stade lange beschäftigen wird.“ Die Tat habe keine „politischen oder wirtschaftlichen Hintergründe“, betonte Behrens am Montag in Stade vor Journalisten. Dahinter stünden vielmehr „familiäre Motive“.Lesen Sie auchAuch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigte sich erschüttert. „Ich bin zutiefst schockiert über das Ausmaß der Gewalt an einem Ort, der Schutz bieten soll“, erklärte er.AFP/dpa/jho