Seoul (dpa) - Nach Südkoreas enttäuschendem Ausscheiden bei der Fußball-WM hat die Polizei verschärfte Sicherheitsmaßnahmen für die Rückkehr der Nationalmannschaft am Flughafen Incheon angekündigt. Anlass ist vor allem der grassierende Groll gegen den bereits zurückgetretenen Trainer Hong Myung-bo. In einem südkoreanischen Online-Forum hat ein anonymer Nutzer gar gedroht, Hong am Tag seiner Rückkehr am Flughafen töten zu wollen.So werden laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme 160 Polizeibeamte am Flughafen Incheon stationiert sein, der Flughafenbetreiber werde zudem ein 25-köpfiges Security-Team mobilisieren.Schon zum zweiten Mal gescheitertDer 57-Jährige war schon bei der WM 2014 als Nationaltrainer des Landes gescheitert. Damals schied die Mannschaft sang- und klanglos mit nur einem Punkt aus drei Spielen aus. Dennoch wurde der ehemalige Generalsekretär im Juli 2024 wieder Nationaltrainer. Nun gilt er im öffentlichen Diskurs als Hauptverantwortlicher für das erneut frühe Ausscheiden.Selbst Südkoreas Präsident forderte Konsequenzen. Er sei „angesichts dieses unerwarteten Ergebnisses nicht nur verblüfft, sondern empfinde es geradezu als absurd“, schrieb Lee Jae-myung in einem ausführlichen Statement bei X.Die Südkoreaner hatten bei dem XXL-Turnier eigentlich eine machbare WM-Gruppe erwischt. Nach dem 2:1-Sieg zum Auftakt gegen die Tschechen gingen aber die Partien gegen Mexiko und Südafrika verloren. Drei Punkte und eine im Vergleich zu schlechte Tordifferenz reichten in der Tabelle aller Gruppendritten nicht zum Weiterkommen.© dpa-infocom, dpa:260628-930-299928/3

Seaol (dpa) - Nach dem völlig enttäuschenden Vorrunden-Aus von Südkorea bei der Fußball-WM hat sich von höchster Seite die Politik eingeschaltet und Konsequenzen beim Team um…

Südkorea enttäuscht bei der WM auf der ganzen Linie. Nach dem Vorrundenaus meldet sich Präsident Lee Jae-myung zu Wort und fordert Konsequenzen. Der Rücktritt des Trainers scheint…