Neuruppin (dpa/bb) - Die letzte der sechs Landratswahlen in Brandenburg in diesem Jahr verspricht große Spannung. SPD-Amtsinhaber Ralf Reinhardt tritt bei der Stichwahl im Landkreis Ostprignitz-Ruppin an diesem Sonntag (28. Juni) gegen den AfD-Landtagsabgeordneten Torsten Arndt an. Würde Reinhardt gewinnen, ginge er in seine dritte Amtszeit. Bei einem Erfolg von Arndt würde die AfD den ersten Landrat in Brandenburg und nach Robert Sesselmann im Kreis Sonneberg in Thüringen den zweiten bundesweit stellen.SPD-Amtsinhaber Reinhardt erhielt am 7. Juni im ersten Durchgang 34,7 Prozent der Stimmen. AfD-Kandidat Arndt bekam 30,3 Prozent. Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft den AfD-Landesverband als gesichert rechtsextremistisch ein. Der parteilose Einzelbewerber Thomas Kresse kam auf 23,9 Prozent und Ronald Mundt von der Freien Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin auf 11,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,4 Prozent.Regierungschef Woidke wirbt für Reinhardt Die Wahl ist für SPD wie AfD von großer Bedeutung. Ministerpräsident und SPD-Landeschef Dietmar Woidke warb im Wahlkampf persönlich für den eigenen Kandidaten. „Ostprignitz-Ruppin hat in den letzten Jahren eine gute Entwicklung genommen“, sagte er bei Instagram. „Diese Entwicklung war eng verbunden mit Weltoffenheit, mit Demokratie und mit Freiheit.“ Die Wähler könnten mit ihrer Stimme am Sonntag dafür sorgen, dass das so bleibe.AfD-Landeschef René Springer zeigte sich zuversichtlich, aber auch abwartend. „Ich bin mir sicher, dass wir ein starkes Ergebnis einfahren werden“, sagte Springer. „Ob es zur absoluten Mehrheit reicht, sehen wir am Sonntag.“ Die AfD konnte bei mehreren Landrats- und Bürgermeisterwahlen zwar höhere Ergebnisse als in früheren Wahlen einfahren, war aber bisher nur bei der Bürgermeisterwahl in Zehdenick erfolgreich. René Stadtkewitz kam dort im Mai auf Anhieb auf 58,4 Prozent.BSW-Boykott sorgt für KritikSPD, CDU und Grüne werben für Reinhardt, die Linke will „keine Stimme für die AfD“. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hatte mit einem Aufruf zum Boykott der Stichwahl für Kritik bei SPD, CDU und AfD gesorgt. Der BSW-Kreisverband sprach sich dafür aus, beide Kandidaten am 28. Juni abzulehnen, nicht zur Wahl zu gehen oder beide Bewerber auf dem Wahlzettel zu streichen - dann wäre die Stimme ungültig. Der BSW-Kreisverband wies auf die Möglichkeit hin, dass der Kreistag den Landrat bestimmen könne - dann seien neue Kandidaten möglich.Der Brandenburger AfD-Landtagsabgeordnete Torsten Arndt tritt bei der Stichwahl um den Landratsposten in Ostprignitz-Ruppin gegen Amtsinhaber Ralf Reinhardt (SPD) an. (Archivbild) Soeren Stache/dpaArndt gewann bei der Landtagswahl 2024 das Direktmandat gegen SPD-Politikerin Katrin Lange. Im Wahlkampf erhob er den Vorwurf, dass die Briefwahl manipuliert werde, ohne diese Behauptung irgendwie zu belegen. „Ich glaube ganz sicher, sie wird manipuliert“, sagte er bei Instagram. Sollte er Erfolg haben, will er die Verwaltung „digital, persönlich, erreichbar“ machen.Reinhardt will gut ausgestattete Bildungseinrichtungen, einen Halbstundentakt beim RE 6 und eine gute Notfallversorgung in Wittstock/Dosse. Bei der Wahl vor acht Jahren wurde er per Los zum Landrat. Damals brachte eine Stichwahl mangels Wahlbeteiligung kein Ergebnis, aber auch die Wahl im Kreistag brachte kein eindeutiges Resultat. Bei der Wahl 2010 war die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl ebenfalls zu gering - der Kreistag wählte Reinhardt damals zum Landrat.© dpa-infocom, dpa:260626-930-285941/1

Am Sonntag wird der künftige Landrat in Ostprignitz-Ruppin bestimmt. Der SPD-Amtsinhaber tritt gegen einen AfD-Kandidaten an. Das BSW hält beide für schlecht und macht…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landratswahl“. Lesen Sie jetzt „SPD gegen AfD: Landrats-Stichwahl in Ostprignitz-Ruppin“.

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SPD-Politiker Reinhardt trifft am Sonntag bei der Stichwahl zum Landrat von Ostprignitz-Ruppin auf den brandenburgischen Landtagsabgeordneten Arndt der AfD. CDU und Grüne…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landratswahl“. Lesen Sie jetzt „SPD gegen AfD bei Stichwahl in Ostprignitz-Ruppin“.

Neuruppin (dpa/bb) - Bei der sechsten und letzten Landratswahl in diesem Jahr in Brandenburg geht es für SPD und AfD um viel. In der Stichwahl im Landkreis Ostprignitz-Ruppin…

Der künftige Landrat in Ostprignitz-Ruppin wird in der Stichwahl bestimmt. Der Ausgang wird mit Spannung erwartet.

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gegen AfD-Kandidaten“. Lesen Sie jetzt „SPD-Kandidat setzt sich in Stichwahl um Landratsposten durch“.

Der SPD-Kandidat Ralf Reinhardt hat im Landkreis Ostprignitz-Ruppin das Rennen um den Landratsposten gemacht. Für ihn beginnt nun die dritte Amtszeit.

In Brandenburg stand am Sonntag die Möglichkeit eines ersten AfD-Landrates im Raum. Nun ist klar: Der SPD-Kandidat hat im Landkreis Ostprignitz-Ruppin das Rennen gemacht.

Neuruppin (dpa/bb) - In der Stichwahl im Landkreis Ostprignitz-Ruppin hat sich SPD-Amtsinhaber Ralf Reinhardt gegen den AfD-Landtagsabgeordneten Torsten Arndt durchgesetzt.…

SPD-Politiker Ralf Reinhardt gewinnt die Stichwahl m Landkreis Ostprignitz-Ruppin gegen seinen Kontrahenten von der AfD. Im Saalekreis triumphiert CDU-Mann Sven Czekalla.

Bereits im ersten Wahlgang konnte er eine relative Mehrheit auf sich verbuchen. Nun hat SPD-Politiker Reinhardt auch die Stichwahl gegen seinen Kontrahenten von der AfD gewonnen.…

Im Saalekreis und im Kreis Ostprignitz-Ruppin wird die AfD auch künftig keine Landräte stellen. In Stichwahlen unterlag die Partei klar gegen Kandidaten von SPD und CDU.

SPD-Landrat Reinhardt gewinnt Stichwahl in Ostprignitz-Ruppin mit 60,6% gegen AfD-Kandidat Arndt. Die dritte Amtszeit ist gesichert. Doch Fragen zur Wahlkampffinanzierung bleiben…