Boston (dpa) - Fußball-Nationalspieler Jude Bellingham hat nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Ghana an die englischen Fans appelliert, nicht in Panik zu verfallen. „Kein Stress, kein Drama. Meine Botschaft an alle ist, positiv zu bleiben und die gute Euphorie weiter aufrechtzuerhalten. Es ist nicht das Ende der Welt. Wir haben vier Punkte und sind in einer guten Position“, befand der Offensivspieler, nachdem seine Mannschaft an der Abwehr der Ghanaer verzweifelt war. Die Three Lions gehen dennoch als Gruppenerster in den abschließenden Spieltag und sind klarer Favorit gegen Panama. Am Einzug in die K.o.-Runde zweifelt wohl niemand mehr. Dennoch hinterließ das torlose Remis gegen das ghanaische Abwehrbollwerk einen faden Beigeschmack bei den Anhängern, die den ersten WM-Titel seit 60 Jahren herbeisehnen. Auf die Frage, wie er mit negativen Reaktionen in den sozialen Medien umgehe, antwortete Bellingham: „Wir versuchen es, so gut wie möglich zu ignorieren.“ Stattdessen forderte er die Pressevertreter auf, nicht zu negativ zu schreiben. Allzu viele positive Eindrücke blieben nach dem Spiel aber nicht hängen.Tuchel über Kane-Chance: „Normalerweise macht er den“Vor allem Bayern Münchens Torjäger Harry Kane war von seiner Topform weit entfernt. „Wir haben nicht genug getan, um das Spiel zu gewinnen. In diesen engen Matches musst du früh treffen, um das Spiel zu öffnen. Wir hatten späte Chancen, aber wir haben sie nicht gemacht. Wir blicken nach vorne“, erklärte Kane beim US-Sender Fox. Vergab in der Schlussphase eine Riesenchance: Englands Torjäger Harry Kane. Tom Weller/dpaIn der Schlussphase hatte der Stürmer, der im Auftaktspiel doppelt getroffen hatte, eine Riesenchance vergeben und einen Volley-Nachschuss aus gut fünf Metern über das Tor geschossen. „Normalerweise macht er den. Er war nicht so involviert ins Spiel, wie wir es gerne gehabt hätten“, analysierte Nationalcoach Thomas Tuchel. Der frühere BVB-Coach wirkte insgesamt zufrieden mit der Mannschaftsleistung gegen „einen sehr unangenehmen“ Gegner. „Das war kein Tiefpunkt heute. Es war einfach nur ein schwieriges Spiel. Jeder ist voll da. Wir brauchen keinen Weckruf“, sagte Tuchel und berichtete weiter: „Klar war das ein Realitäts-Check, aber niemand von uns hat gedacht, dass ein leichtes Spiel vor uns liegt.“© dpa-infocom, dpa:260624-930-272685/1

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