PfadnavigationHomeSportFußballWMNur Remis für Tuchels TeamKane scheitert kläglich – England enttäuscht gegen GhanaStand: 00:04 UhrLesedauer: 3 MinutenEngland und Harry Kane kommen nicht über ein Remis gegen Ghana hinausQuelle: Tom Weller/dpaNach der Gala gegen Kroatien zeigt England gegen Ghana eine schwache Leistung. Das Team von Thomas Tuchel findet in der Offensive keine Mittel. Die größte Chance hat Harry Kane, er vergibt sie ungewohnt kläglich.Englands Star-Offensive um Superstürmer Harry Kane ist an Ghanas Abwehr-Bollwerk verzweifelt und hat auf seiner Titel-Mission bei der einen Dämpfer kassiert. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel kam gegen die Afrikaner nicht über ein 0:0 hinaus und verpasste die vorzeitige Qualifikation für die K.o.-Runde. Die Three Lions bleiben zwar Tabellenführer der Gruppe L, doch der Auftritt bremst die Hoffnung der Fans auf den zweiten WM-Stern der Verbandsgeschichte.Die besten Chancen vergaben Nico O'Reilly mit einem Kopfball an die Latte und Kane mit dem Nachschuss in der 86. Minute. Der Stürmer des FC Bayern jagte den Ball freistehend aus wenigen Metern weit über das Tor – eine Szene mit Seltenheitswert. Kane verpasste der Bayern-Torjäger die Chance, sich zum alleinigen WM-Rekordtorschützen Englands zu krönen. So muss er sich die Zehn-Tore-Bestmarke weiterhin mit Gary Lineker teilen. Am letzten Spieltag der Gruppenphase ist England klarer Favorit gegen Panama. Ghana trifft auf Kroatien. Auch die Afrikaner haben weiter gute Aussichten, sich für das Sechzehntelfinale zu qualifizieren.Nach Einreiseverbot in Kanada: Erster Auftritt von ParteyBesonders im Fokus stand Ghanas Mittelfeldspieler Thomas Partey, der den Auftakt in Kanada wegen einer Einreisesperre verpasst hatte. Der 33-Jährige steht seit April dieses Jahres wegen Missbrauchsvorwürfen in London vor Gericht. Ihm wird in der Anklage vorgeworfen, im Dezember 2020 eine Frau zweimal vergewaltigt zu haben. In die USA durfte er einreisen. „Es passieren Dinge außerhalb des Fußballs, die man nicht beeinflussen kann. Mir geht es jetzt gut und ich fühle mich spielbereit“, hatte Partey angekündigt. Bei der Vorstellung der Spieler sowie bei Ballkontakten wurde er von vielen Zuschauern ausgebuht.Schamane wollte Kane mit Fluch belegenOft kam der Ghanaer aber ohnehin nicht an den Ball. England war drückend überlegen. Dass man trotz rund 80 Prozent Ballbesitz in der ersten Halbzeit ohne Torerfolg blieb, versetzte Tuchel in Rage. Im letzten Drittel fehlte dem Favoriten die Konsequenz und die Präzision.Lesen Sie auchDie Folge übernatürlicher Kräfte? Ein afrikanischer Schamane hatte nämlich vor dem Spiel angekündigt, Kane mit einem Fluch zu belegen. „Es wird ihn davon abhalten, Tore zu schießen“, kündigte Nana Kwaku Bonsam gegenüber dem „Daily Star“ an und behielt Recht. Es dauerte bis zur Nachspielzeit der ersten Hälfte, bis Kane erstmals in Szene gesetzt wurde.David Beckham sieht enttäuschende EngländerDas Spiel bot so gut wie keine Highlights. Zweimal wurde es in den ersten 60 Minuten laut: Einmal, als die Fans ihren Unmut über die Trinkpause äußerten. Und einmal, als David Beckham eingeblendet wurde. Ghana verteidigte und machte es Englands Offensive schwer. Beide Torhüter waren lange Zeit quasi beschäftigungslos. Mitte der zweiten Halbzeit startete England zwar mal wieder eine Drangphase, doch entweder die Schüsse von Noni Madueke und Anthony Gordon waren abermals zu unplatziert oder Kanes Kopfball flog weit über die Latte. Statt Treffer prägten viele ruppige Zweikämpfe die Partie.step