Kansas City (dpa) - Nach der ersten Offensiv-Gala hätten Englands neue Ballermänner um Super-Stürmer Harry Kane am liebsten sofort weitergespielt. Doch wegen der auf 48 erweiterten Teilnehmerzahl dieser WM liegen zwischen dem fulminanten 4:2 gegen Kroatien und dem zweiten Gruppenspiel der Three Lions gegen Ghana an diesem Dienstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) fast unerträglich lange fünf Tage ohne Spiel.Kane und Co. nutzten die viele Zeit im Teamquartier in Kansas City für einen Besuch beim Baseball und beim Konzert der US-Countrysängerin Ella Langley. Doch nun sind der Bayern-Star und seine Kollegen Jude Bellingham, Noni Madueke und Anthony Gordon heiß darauf, gegen Ghana das nächste Offensiv-Feuerwerk abzubrennen.Das Boulevardblatt „The Sun“ sah nach dem mit vier Treffern garnierten Power-Fußball der Engländer etwas „Sternenstaub“, den Kane und Co. in Texas versprüht hätten. Das soll nun in Foxborough bei Boston wieder geschehen.Harry Kane ist bei der WM in Topform. (Archivbild) Tony Gutierrez/AP/dpaKane von einer Last befreitVor allem auf Kane sind die Augen wieder einmal gerichtet. Mit seinem Doppelpack gegen Kroatien stellte der 32-Jährige den WM-Rekord von Englands Stürmer-Legende Gary Lineker ein. Gegen Ghana soll die Bestmarke endgültig fallen.Kane fühlt sich in der Form seines Lebens. „Ich komme in der bestmöglichen Verfassung in dieses Turnier“, sagte der Kapitän der britischen Zeitung „The Guardian“. „Im Laufe einer Karriere gibt es nicht viele Phasen, in denen alle Stücke des Puzzles im richtigen Moment zusammenpassen“, sagte Kane. „Im Moment bin ich in so einer Phase.“ Mit zwei Bayern-Titeln zur WMSowohl physisch als auch mental fühle er sich in Topform, sagte der Münchner. Vor seinem 95-Millionen-Euro-Wechsel von den Tottenham Hotspur zu den Bayern trug Kane ein gewisses Verlierer-Image mit sich herum. Weder mit den Spurs noch mit den Three Lions hatte der Stürmer etwas gewonnen. Nun ist er mit dem Gewinn des Doubles im Rücken zum Nationalteam gestoßen, brillierte im DFB-Pokal-Finale gegen den VfB Stuttgart mit einem Hattrick. „Die Art, wie ich wahrgenommen werde, hat sich zuletzt sicherlich verändert“, räumte Kane ein. Die Last, etwas gewinnen und den Leuten beweisen zu müssen, sei weg.Kapitän zieht die anderen Stürmer mitUnd die neue Leichtigkeit des Kapitäns scheint sich auch auf die übrigen Offensivkräfte im Kader von Thomas Tuchel zu übertragen. Die Wucht, mit der Bellingham, Madueke, Gordon und später auch Marcus Rashford über die Kroaten hinwegrollten, suchte in der jüngeren englischen WM-Geschichte ihresgleichen.Jude Bellingham traf gegen Kroatien, nun soll gegen Ghana das nächste Tor folgen. (Archivbild) Julio Cortez/AP/dpa„Das ist der Bellingham, auf den England gewartet hat“, schrieb die spanische Zeitung „Marca“ über den zuletzt häufig kritisierten Offensivstar, der bei Real Madrid nur selten glänzen konnte. In Arsenal-Stürmer Bukayo Saka oder Europa-League-Champion Ollie Watkins von Aston Villa verfügt Tuchel über weitere Offensiv-Power, die in fast jedem anderen WM-Team zur Stammelf zählen würde.„Wonderwall“ für Englands HoffnungsträgerDass die Defensive gegen Kroatien da nicht immer den sichersten Eindruck machte, scheint Tuchel da locker verschmerzen zu können. „Es hat viel Spaß gemacht“, sagte Kane nach der Gala gegen Kroatien, die Englands Profis danach ausgelassen mit ihren Anhängern und dem Oasis-Klassiker „Wonderwall“ feierten. „Das war ein ganz besonderer und ergreifender Moment“, sagte Kane. Gegen Ghana und Panama sowie im Anschluss in der K.-o.-Runde sollen in Amerika viele weitere folgen.© dpa-infocom, dpa:260622-930-260742/1
Englands neue Wucht: Kane und Co. in Torlaune
Kansas City (dpa) - Nach der ersten Offensiv-Gala hätten Englands neue Ballermänner um Super-Stürmer Harry Kane am liebsten sofort weitergespielt. Doch wegen der auf 48 erweiterten Teilnehmerzahl dieser WM liegen zwischen dem fulminanten 4:2 gegen Kroatien und dem zweiten Gruppenspiel der Three Lions gegen Ghana an diesem Dienstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) fast unerträglich lange fünf Tage ohne Spiel.Kane und Co. nutzten die viele Zeit im Teamquartier in Kansas City für einen Besuch beim Baseball und beim Konzert der US-Countrysängerin Ella Langley. Doch nun sind der Bayern-Star und seine Kollegen Jude Bellingham, Noni Madueke und Anthony Gordon heiß darauf, gegen Ghana das nächste Offensiv-Feuerwerk abzubrennen.Das Boulevardblatt „The Sun“ sah nach dem mit vier Treffern garnierten Power-Fußball der Engländer etwas „Sternenstaub“, den Kane und Co. in Texas versprüht hätten. Das soll nun in Foxborough bei Boston wieder geschehen.Harry Kane ist bei der WM in Topform. (Archivbild) Tony Gutierrez/AP/dpaKane von einer Last befreitVor allem auf Kane sind die Augen wieder einmal gerichtet. Mit seinem Doppelpack gegen Kroatien stellte der 32-Jährige den WM-Rekord von Englands Stürmer-Legende Gary Lineker ein. Gegen Ghana soll die Bestmarke endgültig fallen.Kane fühlt sich in der Form seines Lebens. „Ich komme in der bestmöglichen Verfassung in dieses Turnier“, sagte der Kapitän der britischen Zeitung „The Guardian“. „Im Laufe einer Karriere gibt es nicht viele Phasen, in denen alle Stücke des Puzzles im richtigen Moment zusammenpassen“, sagte Kane. „Im Moment bin ich in so einer Phase.“ Mit zwei Bayern-Titeln zur WMSowohl physisch als auch mental fühle er sich in Topform, sagte der Münchner. Vor seinem 95-Millionen-Euro-Wechsel von den Tottenham Hotspur zu den Bayern trug Kane ein gewisses Verlierer-Image mit sich herum. Weder mit den Spurs noch mit den Three Lions hatte der Stürmer etwas gewonnen. Nun ist er mit dem Gewinn des Doubles im Rücken zum Nationalteam gestoßen, brillierte im DFB-Pokal-Finale gegen den VfB Stuttgart mit einem Hattrick. „Die Art, wie ich wahrgenommen werde, hat sich zuletzt sicherlich verändert“, räumte Kane ein. Die Last, etwas gewinnen und den Leuten beweisen zu müssen, sei weg.Kapitän zieht die anderen Stürmer mitUnd die neue Leichtigkeit des Kapitäns scheint sich auch auf die übrigen Offensivkräfte im Kader von Thomas Tuchel zu übertragen. Die Wucht, mit der Bellingham, Madueke, Gordon und später auch Marcus Rashford über die Kroaten hinwegrollten, suchte in der jüngeren englischen WM-Geschichte ihresgleichen.Jude Bellingham traf gegen Kroatien, nun soll gegen Ghana das nächste Tor folgen. (Archivbild) Julio Cortez/AP/dpa„Das ist der Bellingham, auf den England gewartet hat“, schrieb die spanische Zeitung „Marca“ über den zuletzt häufig kritisierten Offensivstar, der bei Real Madrid nur selten glänzen konnte. In Arsenal-Stürmer Bukayo Saka oder Europa-League-Champion Ollie Watkins von Aston Villa verfügt Tuchel über weitere Offensiv-Power, die in fast jedem anderen WM-Team zur Stammelf zählen würde.„Wonderwall“ für Englands HoffnungsträgerDass die Defensive gegen Kroatien da nicht immer den sichersten Eindruck machte, scheint Tuchel da locker verschmerzen zu können. „Es hat viel Spaß gemacht“, sagte Kane nach der Gala gegen Kroatien, die Englands Profis danach ausgelassen mit ihren Anhängern und dem Oasis-Klassiker „Wonderwall“ feierten. „Das war ein ganz besonderer und ergreifender Moment“, sagte Kane. Gegen Ghana und Panama sowie im Anschluss in der K.-o.-Runde sollen in Amerika viele weitere folgen.© dpa-infocom, dpa:260622-930-260742/1













