München/Eichstätt (dpa/lby) - Im Verfahren um den Finanzskandal im katholischen Bistum Eichstätt will das Landgericht München II heute (10.00 Uhr) das Urteil verkünden. In dem Verfahren geht es um rund 60 Millionen US-Dollar, spekulative Immobilieninvestments in den USA und Bestechung. Die Staatsanwaltschaft wirft einem Immobilienentwickler Untreue und Bestechung vor, dem früheren stellvertretenden Finanzdirektor des Bistums Untreue und Bestechlichkeit. Er soll nicht oder nur unzureichend gesicherte Darlehen vergeben und dafür Beteiligungen und Bestechungsgelder angenommen haben. Auch der frühere Bischof der Diözese, Gregor Maria Hanke, hatte in dem Prozess als Zeuge ausgesagt. Es sei ein „Schwachpunkt“ gewesen, dass der Vermögensverwaltungsrat zu intern besetzt gewesen sei, sagte er vor Gericht. So habe die nötige Kontrolle der Finanzen und Geldanlagen nicht stattgefunden. Er sprach von einem „Super-Gau“ und sagte, inzwischen wisse er: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“© dpa-infocom, dpa:260623-930-265860/1

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Der Skandal erschütterte das Bistum Eichstätt. Wie das Gericht die spekulativen Millionen-Investitionen und die Rolle der Angeklagten bewertet – und was es zu kirchlichen Werten…

Der Prozess war hochkomplex und nahm die Kammer über Monate hinweg in Beschlag. Nun ist das Urteil gefallen. Wie das Gericht das Verhalten der Angeklagten bewertete.

60 Millionen Euro, riskante US-Investments und ein Vertrauensverlust, der das Bistum Eichstätt bis heute prägt. Jetzt soll das Urteil im Prozess um den Finanzskandal fallen.

Es geht um 60 Millionen Euro und riskante US-Investments: Ein Vertrauensverlust, der das Bistum Eichstätt bis heute prägt.

In dem langwierigen Prozess ging es um riskante Immobiliengeschäfte und 60 Millionen Dollar, die zwischenzeitlich verschwunden schienen. Nun ist das Urteil gefallen.