Der Eichstätter Finanzprozess ist mit Bewährungsstrafen für die beiden Angeklagten zu Ende gegangen.Das Landgericht München II verurteilte den ehemaligen stellvertretenden Finanzdirektor des Bistums wegen Bestechlichkeit zu einem Jahr und vier Monaten Haft auf Bewährung. Hinzu kam, dass er angenommenes Schmiergeld nicht versteuert hatte. Ein in den USA tätiger Immobilienentwickler aus Deutschland erhielt ein Jahr und zwei Monate. Ihm wurde Bestechung sowie Untreue in einem anderen Zusammenhang zur Last gelegt. Die Bewährungszeit beträgt für beide zwei Jahre nach Rechtskraft des Urteils.
Der Richter begründete das milde Strafmaß mit der Kooperationsbereitschaft der beiden. Sie hatten einem jeweils individuellen Verständigungsvorschlag zugestimmt.Im Mittelpunkt des komplexen Verfahrens standen spekulative Immobilieninvestitionen des Bistums in den USA in Höhe von rund 60 Millionen US-Dollar (aktuell etwa 52,6 Millionen Euro), die nicht wie geplant zurückgeflossen waren (mehr darüber können Sie hier lesen).
36 Millionen Dollar wieder da»Das gesamte Geld schien zwischenzeitlich völlig weg«, schilderte der Vorsitzende Richter. Doch im Zuge des aufwendigen Prozesses habe sich gezeigt, dass einiges »doch nicht ganz so schlimm« gewesen sei, wie es sich zwischenzeitlich dargestellt habe. Von den offenen Forderungen sind der Nachrichtenagentur KNA zufolge nach einem abschließenden Vergleich 36 Millionen US-Dollar ans Bistum zurückgeflossen.










