London (dpa) - Dem britischen Premierminister Keir Starmer droht nach der Nachwahl im Kreis Makerfield mehr denn je das politische Aus. Wie die Auszählung in der Nacht ergab, gewann Starmers potenzieller parteiinterner Herausforderer Andy Burnham den vakanten Parlamentssitz des Bezirks. Als „MP“ (Member of Parliament) kann Burnham nun den Premierminister in eine Führungswahl zwingen - und mit dem Rückhalt der Regierungspartei Labour ablösen.Burnham holte in dem kleinen Wahlkreis, der normalerweise wenig mit der großen Politik in Westminster zu tun hat, knapp 10.000 Stimmen mehr als der Kandidat der rechtspopulistischen Partei Reform UK, Robert Kenyon. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,78 Prozent. Seinen Posten als Bürgermeister von Greater Manchester wird Burnham zugunsten des Labour-Parlamentssitzes aufgeben.Starmer steht seit Monaten massiv unter Druck, mehrere Minister kehrten ihm bereits den Rücken - zuletzt der einflussreiche Verteidigungsminister John Healey. Schlagzeilen wie „Starmer am Abgrund“ oder „Das Chaos kehrt nach Westminster zurück“ häuften sich in den vergangenen Wochen in verschiedenen Abwandlungen.Zugespitzt hatte sich die Lage insbesondere durch die herben Verluste für Labour bei den Kommunal- und Regionalwahlen in England, Schottland und Wales Anfang Mai zugunsten von Reform. Einen Rücktritt oder zumindest die Ausarbeitung eines Zeitplans für einen geregelten Rückzug hat Starmer aber bislang ausgeschlossen. Der Premier verwies immer wieder auf seinen großen Wahlsieg im Sommer 2024 und den Auftrag, das Land aus der Krise zu führen.Premierminister Keir Starmer steckt seit Monaten in einer tiefen Krise. Kin Cheung/AP/dpaWie läuft die Wahl um den Parteivorsitz bei Labour?Entsprechend groß war die Hoffnung der Kritiker auf einen Nachwahlsieg von Burnham. Der charismatische 56-Jährige gilt als Liebling des moderat-linken Parteiflügels. In Manchester erarbeitete er sich den Ruf eines bodenständigen Machers mit Visionen. Vor knapp zehn Jahren hatte Burnham das Parlament nach einem gescheiterten Versuch, an die Parteispitze zu gelangen, verlassen. Jetzt gilt als sicher, dass er sehr bald den nächsten Versuch ankündigt.Um Starmer herauszufordern, benötigen Burnham und weitere mögliche Kandidatinnen und Kandidaten die Unterstützung von jeweils 20 Prozent der Labour-Abgeordneten, derzeit sind das 81. Dann würde eine Urabstimmung unter den Mitgliedern und weiteren Wahlberechtigten folgen. Als aktueller Vorsitzender stünde Starmer automatisch zur Wahl. Als weiterer Bewerber gilt der als Gesundheitsminister zurückgetretene Wes Streeting.Die Führungswahl wäre allerdings nicht innerhalb weniger Tage erledigt - sondern folgt einem festen Prozess, der sich über Wochen oder gar Monate ziehen könnte. Weil dieser naturgemäß von einem parteiinternen Wahlkampf begleitet werden wird, spielt das Labour-Chaos vor allem auch den Gegnern im Parlament in die Karten. Reform, die Partei von Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage, macht seit Monaten Stimmung gegen die Regierung. Farage selbst hat kein Geheimnis daraus gemacht, selbst Premierminister werden zu wollen. Die nächste reguläre Unterhauswahl ist erst für 2029 vorgesehen.Nigel Farage kritisiert die Regierung seit Jahren - und will selbst Premier werden. (Archivbild) Jordan Pettitt/PA Wire/dpaWarum ausgerechnet Makerfield? Dass ausgerechnet ein Bezirk im Nordwesten Englands plötzlich so entscheidend für die britische Zukunft wurde, hat nichts mit der Region an sich zu tun. Ausgelöst wurde die Nachwahl durch den Rücktritt des bisherigen Parlamentsabgeordneten Josh Simons,der nach den desaströsen Kommunal- und Regionalwahlen seinen Sitz räumte, um Burnham die Rückkehr nach Westminster zu ermöglichen und einen Führungswechsel bei Labour anzustoßen.Verbunden war das mit dem Risiko, dass Reform die Wahl gewinnen könnte - am Ende ging die Rechnung der Starmer-Gegner aber auf. Am Wahltag am Donnerstag wimmelte es in dem Bezirk von Wahlkämpfern aller Parteien. Farage klopfte Medienberichten zufolge an Türen, um die Menschen zur Stimmabgabe zu bewegen. Auch Burnham fuhr groß auf und machte Werbung für sich auf den letzten Metern.Gewonnen hat er Beobachtern zufolge nicht, weil er Labour angehört - sondern weil er als Typ beliebt ist. Auf die Frage, wo das Kreuzchen gesetzt wird, hieß es in Ashton-in-Makerfield, der größten Stadt des Wahlbezirkes, oft: Burnham oder Reform - aber kaum Labour oder Reform. „Hoffentlich Andy“ war das Motto vieler - offiziell auch von Starmer, der seinen Parteikollegen unterstützen musste. Stark gemacht hat er damit aber eben auch seinen jetzt größten Herausforderer.© dpa-infocom, dpa:260619-930-247006/2

Andy Burnham hat große Pläne - er will den angeschlagenen Premier Starmer herausfordern. Dafür muss Burnham heute aber zunächst die Nachwahl in Makerfield gewinnen. Denn nur mit…

Keir Starmer's future as Britain's prime minister is on the line in a special election in Makerfield in northwest England.

Britain was holding a key local election on Thursday that could trigger the endgame for Labour leader Keir Starmer's beleaguered premiership, or win him a reprieve.

Andy Burnham looks to return to Westminster via the Makerfield by-election, paving the way for a potential Labour leadership challenge.

London (dpa) - Dem britischen Premierminister Keir Starmer droht nach der Nachwahl im Kreis Makerfield mehr denn je das politische Aus. Wie die Auszählung in der Nacht ergab,…

Andy Burnham gewinnt die Nachwahl Makerfield und dürfte sehr bald Premierminister Starmer herausfordern. Der britischen Politik drohen lähmende Wochen andauernde Zerreißprobe.

Nach dem Nachwahlsieg von Herausforderer Andy Burnham ist der britische Premierminister Keir Starmer am Zug. Tritt der Regierungschef zurück oder kämpft er weiter?

Andy Burnham gewinnt die Nachwahl Makerfield und dürfte sehr bald Premierminister Starmer herausfordern. Der britischen Politik drohen lähmende Wochen andauernde Zerreißprobe.

Andy Burnham, a British Labour lifer, is soon expected to challenge Sir Keir Starmer for the country's top job, after re-entering the House of Commons via a by-election.

Andy Burnham gewinnt die Nachwahl in Makerfield und dürfte sehr bald Premierminister Starmer herausfordern. Der britischen Politik drohen lähmende Wochen.

Andy Burnham gewinnt die Nachwahl Makerfield und dürfte sehr bald Premierminister Starmer herausfordern. Der britischen Politik drohen lähmende Wochen andauernde Zerreißprobe.

Andy Burnham gewinnt die Nachwahl im britischen Parlament und könnte schon bald Labour-Chef Keir Starmer herausfordern.

Andy Burnham gewinnt die Nachwahl im britischen Parlament und könnte schon bald Labour-Chef Keir Starmer herausfordern.

Burnham is burgemeester van Manchester. Hij won in het kiesdistrict Makerfield een zetel voor het Lagerhuis, waardoor hij premier Starmer kan uitdagen.

Andy Burnham hat die wegweisende Nachwahl im Kreis Makerfield in Großbritannien gewonnen. Damit kann er nun eine Führungswahl erzwingen – und Premierminister Keir Starmer ablösen.

Andy Burnham siegt bei der Nachwahl im englischen Makerfield und dürfte sehr bald Premierminister Keir Starmer herausfordern. Der britischen Politik drohen lähmende Wochen.

Andy Burnham gewinnt den Parlamentssitz des Wahlkreises Makerfield. Er kann nun Starmer in eine Führungswahl zwingen und möglicherweise als Premierminister ablösen.

Andy Burnham sichert sich einen Sitz im britischen Parlament. Er kann nun Starmer in eine Führungswahl zwingen und möglicherweise als Premierminister ablösen.

Bei der richtungsweisenden Nachwahl im englischen Wahlkreis Makerfield hat der labour-interne Konkurrent von Premierminister Starmer, Burnham, gewonnen. Damit zieht er ins…

Andy Burnham hat die Nachwahl in Makerfield gewonnen. Mit seinem Einzug ins britische Parlament dürfte es für Premierminister Keir Starmer eng werden.