Bremen (dpa) - Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB will neue Aktien ausgeben und so rund 500 Millionen Euro brutto einnehmen. Der Nettoerlös aus der Kapitalerhöhung soll unter anderem in die weitere Industrialisierung der Produktion, in Trägerraketen und Zukunftsprogramme investiert werden, wie das Unternehmen mitteilte. „Europa investiert in großem Umfang in unabhängige Raumfahrtkapazitäten und wir stehen seit über vier Jahrzehnten im Zentrum dieser Entwicklung“, teilte Vorstandsvorsitzender Marco Fuchs mit. „Die geplante Transaktion wird es uns ermöglichen, unser Wachstum gemeinsam mit bestehenden und neuen Investoren voranzutreiben, die Teil der strategischen Unabhängigkeit Europas im Weltraum sein möchten.“Die bisherigen Anteilseigner sollen zuerst die Möglichkeit erhalten, die neuen Aktien zu kaufen. Die Hauptaktionäre - die Familie Fuchs und der Investor Orchid Lux HoldCo S.à r.l. - verzichten allerdings darauf. So können die meisten neuen Aktien direkt an ausgewählte Investoren verkauft werden. Die Familie Fuchs kündigte an, weiterhin die Kontrolle über die Mehrheit der Stimmrechte behalten zu wollen. Angaben zum Ausgabepreis der neuen Anteile wurde nicht gemacht. An der Börse ging es für die OHB-Aktien in einer ersten Reaktion um etwa 10 Prozent nach unten. Bei einer Kapitalerhöhung sinkt der Aktienkurs zumeist, weil das Eigenkapital des Unternehmens auf mehr ausgegebene Aktien verteilt wird (Verwässerung). Zudem werden neue Aktien oft mit einem Preisabschlag ausgegeben, um Käufer zu locken.© dpa-infocom, dpa:260615-930-224504/1

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