Bremen (dpa/lni) - Nach Kritik an explodierenden Kosten für einen Besprechungsraum hat Thorsten Spinn seinen Posten als Geschäftsführer des Bremer Jobcenters verloren. Die Trägerversammlung entband Spinn mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben, wie die Arbeitsagentur und das Arbeitsressort mitteilten. Zur Trägerversammlung gehören Vertreter des Jobcenters, des Arbeits- und des Finanzressorts.Der sogenannte „Kreativraum“ mit Designermöbeln kostete rund 906.000 Euro. Das stünde in keinem Verhältnis, kritisierte die Trägerversammlung, die nach eigenen Angaben nicht darüber informiert war. Weitere 293.000 Euro entfielen auf einen Raum für ein Projekt für Frauen in der Arbeitswelt.Bremens Arbeitssenatorin Claudia Schilling zeigte sich entsetzt. „Die vorliegenden Erkenntnisse haben das Vertrauen der Träger in die Geschäftsführung nachhaltig erschüttert“, sagte die SPD-Politikerin. „Vor diesem Hintergrund war die Entscheidung erforderlich, Thorsten Spinn als Geschäftsführer abzuberufen.“Die Trägerversammlung kündigte an, über weitere organisatorische, personelle und haushaltsrechtliche Konsequenzen zu beraten und den Skandal vollständig aufzuklären.© dpa-infocom, dpa:260612-930-212820/1

Nach dem TV-Auftritt eines Jobcenter-Mitarbeiters in Bremen gibt es nun Ärger für den Geschäftsführer. Der wird aber nicht wegen der Aussagen abberufen – sondern wegen…

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Bremen (dpa/lni) - Nach Kritik an explodierenden Kosten für einen Besprechungsraum hat Thorsten Spinn seinen Posten als Geschäftsführer des Bremer Jobcenters verloren. Die…

Designermöbel, explodierende Kosten und ein abrupter Rauswurf: Wie ein Besprechungsraum des Jobcenters Bremen zum Politikum wurde und welche Konsequenzen gezogen werden.

Die Behörde gönnte sich einen „Kreativraum“ in einer angemieteten Immobilie, dessen Kosten statt 99.000 Euro am Ende 906.000 Euro betrugen.

Erst wird ein Mitarbeiter des Bremer Jobcenters nach einer TV-Doku entlassen, jetzt muss der Geschäftsführer gehen. Er hatte eine Million Euro für Möbel ausgegeben.

Die Entlassung des Bremer Jobcenter-Chefs macht den angerichteten Schaden nicht wett. Der Staat muss sich endlich eiserne Kostendisziplin auferlegen.

Das Bremer Jobcenter leistet sich einen „Kreativraum“ für die Mitarbeitenden für 900.000 Euro. Nun wurde der Geschäftsführer abberufen.