Matrei am Brenner (dpa) - Einen Tag nach dem Ende der Brenner-Sperre rechnet der österreichische Autofahrerclub ÖAMTC mit starkem Verkehr rund um den Alpenpass. Auch das Land Tirol wies darauf hin, dass der wieder einsetzende Transitverkehr heute zu Problemen auf der meistbefahrenen Nord-Süd-Verbindung der Alpen führen könne. Die achtstündige Sperre des gesamten Brennerkorridors war am Samstag ohne das befürchtete Verkehrs-Chaos verlaufen. Viele Autofahrer hätten sich offenkundig an den dringenden Rat gehalten, an diesem Tag nicht nach Tirol und weiter nach Italien zu fahren, stellte die Polizei fest. An der gesperrten Transitstrecke seien nur 219 Lastwagen zurückgewiesen worden.Protest gegen Lärm und FeinstaubAnlass der Sperre war eine Demonstration gegen Umweltschäden und andere Zumutungen durch den Transitverkehr. Rund 5.000 Menschen protestierten direkt auf der Autobahn gegen Lärm, Feinstaub und tägliche Belastungen durch die vielen Staus. Menschen reisten mit Bahn und Fahrrädern zu dem Protest an. Matthias Röder/dpaFast 11 Millionen Autos und rund 2,5 Millionen Lastwagen benutzten 2025 laut Autobahnbetreiber Asfinag die mautpflichtige Autobahn. Nach Berechnungen des Ökologie- und Verkehrsverbands VCÖ fuhren vergangenes Jahr fast dreimal so viele Lkw über den Brenner wie über alle Alpen-Transitstrecken der Schweiz.Die Sperre bescherte den 15.000 Bewohnern des Wipptales eine ungewohnte Ruhe. Viele Menschen genossen die unbedrängten Stunden ohne Staus.Die Warnungen vor einem Verkehrschaos haben offenbar gewirkt - nur wenige Autos fuhren am Samstag auf der A8 in Richtung Österreich. Felix Hörhager/dpaMinister: 150 Millionen Euro für LärmschutzÖsterreichs Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) verwies in einer Stellungnahme nach Ende der Demonstration darauf, dass in den kommenden Jahren rund 150 Millionen Euro in den Lärmschutz entlang des Brennerkorridors investiert würden. Zugleich bleibe der Verkehr am Brenner eine europäische Herausforderung, die langfristig nur im Dialog mit den Nachbarstaaten Deutschland und Italien gelöst werden könne, betonte der Minister.Tirols Ministerpräsident Anton Mattle (ÖVP) wandte sich an die Regierungen in Italien und Deutschland sowie die EU, die eine internationale Lösung des Problems sicherstellen sollten. „Berlin, Rom und Brüssel müssen einsehen, dass der Brennerkorridor nicht einfach nur ein Verkehrsweg, sondern ein wichtiger Lebensraum ist.“ Mattle forderte eine Korridormaut, ein intelligentes Verkehrsmanagementsystem und die Verlagerung auf die Schiene.Streit mit ItalienWie es beim Transit weitergeht, wird auch vor Gericht entschieden. Italiens Regierung strebt eine Aufweichung der Tiroler Anti-Transit-Maßnahmen wie Nacht- und Wochenendfahrverbote für Lastwagen an sowie eine dosierte Abfertigung in Blöcken. Italien hat vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) geklagt, weil Umweltargumente den Waren- und Personenverkehr über die Alpenroute nicht unverhältnismäßig einschränken dürften. Am 16. Juli könnte mit dem Schlussantrag des EuGH-Generalanwalts Campos Sánchez-Bordona eine Vorentscheidung fallen. Ein Urteil wird im Herbst oder Anfang 2027 erwartet.© dpa-infocom, dpa:260531-930-152169/1

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Transitstrecke“. Lesen Sie jetzt „Vor Brenner-Sperre: Viel Verkehr, aber vorerst kein Chaos“.

München (dpa/lby) - Die befürchteten großen Staus auf der Brennerroute am Vortag der mehrstündigen Sperrung für eine Demonstration sind weitgehend ausgeblieben. Darauf deuten…

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Für die Anwohner mag es wie eine Zeitreise gewesen sein - in die Jahre ohne Tourismusboom und lauter Lastwagen. Am Brenner protestierten viele Menschen gegen den starken Verkehr.…

Für die Anwohner mag es wie eine Zeitreise gewesen sein - in die Jahre ohne Tourismusboom und dröhnender Lastwagen. Am Brenner-Pass protestierten unerwartet viele Menschen gegen…

Der wichtige Alpenpass ist ab sofort dicht - für acht Stunden geht nichts mehr. Alle Straßen im Brenner-Korridor sind wegen einer Demonstration für den Transitverkehr gesperrt.

Am Tag vor der Sperrung des Brenners floss der Verkehr weitgehend problemlos über den wichtigen Alpenpass. Ein gutes Zeichen? Die Helfer stellen sich trotzdem auf ein mögliches…

Bozen (dpa) - Wegen der Brenner-Sperre und einem erwarteten erhöhten Verkehrsaufkommen am heutigen Samstag hat Südtirol die Aufmerksamkeit des Zivilschutzes erhöht. „Diese…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Demonstration“. Lesen Sie jetzt „Brenner-Sperre: Ruhige Verkehrslage überrascht Experten“.

Matrei am Brenner (dpa) - Kurz vor der Sperre der Brenner-Route im österreichischen Bundesland Tirol berichtet der Autofahrerclub ÖAMTC über eine überraschend entspannte…

Trotz der Blockade des wichtigen Alpen-Passes bleibt die Lage auf den Straßen vorerst entspannt - entspannter als an früheren Pfingst-Reisetagen. Behörden raten, Tirol heute…

Die Brenner-Sperre an diesem Samstag stellt Südtirol vor eine Belastungsprobe. Behörden und Einsatzkräfte bereiten sich auf erhebliche Verkehrsprobleme vor. Tausende Urlauber…

Die Brenner-Sperre an diesem Samstag stellt Südtirol vor eine Belastungsprobe. Behörden und Einsatzkräfte bereiten sich auf erhebliche Verkehrsprobleme vor. Tausende Urlauber…

Eine Demonstration legt den Brennerpass am Samstag für Stunden lahm. Südtirols Zivilschutz warnt auch für die kommenden Tage vor Verzögerungen.

Matrei am Brenner (dpa) - Die Komplett-Sperre des Brennerpasses für den Transitverkehr ist seit 11.00 Uhr in Kraft. Die Sperre dauert auf österreichischer Seite bis 19.00 Uhr, auf…

Die Brennerautobahn zwischen Österreich und Italien ist wegen einer Demonstration bis zum Abend gesperrt - Anwohner protestieren gegen die zunehmende Belastung in ihrem Tal.…

Der Brennerpass ist am Samstag für mindestens acht Stunden nicht befahrbar. Autos müssen das Gebiet weiträumig umfahren. Grund dafür ist eine Protestaktion gegen das…

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Bahn frei: Der Brenner ist dicht, doch die Lage bisher entspannt. Viele Reisende haben offenbar den Weg über die Alpen schon absolviert oder verschoben. Lastwagen schickt die…

Bahn frei: Der Brenner ist dicht, doch die Lage bisher entspannt. Viele Reisende haben offenbar den Weg über die Alpen schon absolviert oder verschoben. Lastwagen schickt die…