Der ADAC und das Auswärtige Amt in Berlin hatten gewarnt, dass auf den Ausweichstrecken bis in den Sonntag hinein mit Staus zu rechnen sei. Das befürchtete Verkehrschaos blieb aber zunächst aus. Am Samstagmorgen war die Lage auf den Straßen in der Region ruhig.Auf deutscher Seite gebe es derzeit keine Staus wegen der Sperrung der Brennerautobahn, sagte ein ADAC-Sprecher am Morgen der Nachrichtenagentur AFP. Am Freitagabend hatte sich der Verkehr demnach auf der A93 Richtung Grenzübergang Kiefersfelden auf einer Strecke von bis zu 16 Kilometern gestaut, das bedeutete bis zu einer Stunde Zeitverlust. Der ADAC ist am Samstag mit mehreren Staubeobachtern auf Motorrädern vor Ort im Einsatz, um Tipps zu geben und gegebenenfalls Unterstützung zu leisten.
Die Tiroler Polizei weist Lastwagen derzeit wegen der Sperrung direkt an der Grenze bei Kufstein ab und schickt sie zurück nach Deutschland. Das teilte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa mit. So soll verhindert werden, dass sich auf den Zufahrtsstrecken und Autobahnen lange Staus bilden. Staus auf der bayerischen Seite blieben aus. »Es ist recht ruhig«, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd der dpa.
Vom Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC) hieß es am Samstagmorgen, es gebe derzeit »überhaupt keine wesentlichen Staus«, es sei »bis jetzt sehr ruhig«. »Wir haben schon mit mehr gerechnet«, hieß es weiter. Anscheinend hielten sich aber viele Fahrerinnen und Fahrer an die Aufforderung, am Samstag nicht über die Alpen zu fahren.Von elf bis 19.30 Uhr dürfen Autos die normalerweise stark genutzte Alpenquerung nicht befahren. Für Lastwagen trat das Verbot bereits um neun Uhr morgens in Kraft. Das Gebiet muss weiträumig umfahren werden.Die Brennerstraße B182, die Ellbögener Straße (L38) und die Stubaitalstraße (B183) dürfen am Samstag nur Fahrer nutzen, die in der Gegend zu tun haben. Sie müssen dafür einen Nachweis erbringen, wie die Buchungsbestätigung für ein Hotel in der Region oder einen Lieferschein.











