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Storia in 8 fonti

Warum müssen Teenager für Mord an Luise zahlen?

Koblenz/Freudenberg (dpa) - Der brutale Tod der zwölfjährigen alten Luise aus Freudenberg im Siegerland ist ein Schock gewesen – nicht nur für die Familien und die Menschen in ihrer Heimstadt. Auch bundesweit war das Aufsehen groß. Luise verblutete nach einer Vielzahl an Messerstichen in einem Waldstück in Rheinland-Pfalz an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Ebenso schockierend: Zwei Mädchen, die selbst erst 12 und 13 Jahre alt waren, gestanden die Tat. Mehr als drei Jahre später hat das Landgericht Koblenz nun eine Entscheidung in einem Zivilverfahren unter anderem um Schmerzensgeld verkündet. Dabei ging es nicht um die Frage, wer Schuld trägt – ein Strafprozess fand wegen des jungen Alters der Beschuldigten nicht statt. Was hat das Gericht entschieden? Das Gericht hat entschieden, dass die geständigen Mädchen eine hohe Summe Schmerzensgeld an die Familie des Opfers zahlen müssen. Eine Grundlage dafür ist, dass die Kammer festgestellt hat, dass die Ansprüche auf einer „vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung beruhen“. Das Gericht sprach der Klage weitgehend zu. Thomas Frey/dpaDem Gericht zufolge stehen den Eltern und der Schwester insgesamt 85.000 Euro zu, für die Getötete kämen 40.000 Euro hinzu, insgesamt beträgt die Höhe des Schmerzensgelds damit 125.000 Euro. Auch die Bestattungskosten in Höhe von rund 15.000 Euro sollen die Beschuldigten übernehmen. Hinzu kämen weitere Kosten wie Anwaltskosten der Familie in Höhe von rund 4.000 Euro. Da der traumatische Verlust bei den Klägern anhaltende Gesundheitsschäden hervorgerufen habe, müssten die Beklagten darüber hinaus auch für entstandene und künftig noch entstehende materielle Schäden der Kläger einstehen. Damit sprach die Kammer der Klage weitgehend zu. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. War es Mord?„Nach dem Urteil der Kammer haben die beiden Beklagten am 11. März 2023 Luise heimtückisch und aus niederen Beweggründen ermordet“, sagte Gerichtssprecherin Eva Maria Kahn. Bei den beiden beklagten Teenagern habe die Kammer die individuelle Verantwortungsreife und Einsichtsfähigkeit für das Unrecht ihrer Tat gesehen.Wie lange kämpfte Luise mit dem Tod?Für die Höhe des Schmerzensgelds gilt die Dauer und Schwere des Leidens als entscheidend. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Luise erhebliches Leid erfahren habe und mindestens wenige Minuten extreme Panik und Todesangst erlebt habe, wie der Richter sagte. Es sei davon auszugehen, dass der Todeskampf maximal 30 Minuten gedauert habe. Das sei unter anderem an Spuren von Gegenwehr erkennbar. Es sei ein heimtückischer und geplanter Mord gewesen, der die Kammer fassungslos mache.Was war geschehen?Luise wurde am 11. März 2023 nach einem Besuch bei einer Freundin als vermisst gemeldet. Es folgte eine Suchaktion mit Mantrailer-Spürhunden, einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera, Drohnen sowie Kräften von Polizei und Feuerwehr. Die Leiche des Mädchens wurde am 12. März einige Kilometer von ihrem Zuhause entfernt gefunden.Luise wurde als vermisst gemeldet und am Tag danach tot gefunden. (Archivbild) Roberto Pfeil/dpaNach Angaben des Gerichts führten die Beklagten – eine davon soll Luises beste Freundin gewesen sein – das arglose Mädchen unter dem Vorwand einer Überraschung in eine Schlucht. Dort hätten sie zunächst versucht Luise mit einem Plastikbeutel zu erwürgen und dann mit 74 Messerstichen auf sie eingestochen.Zu Prozessbeginn im Juli 2025 erklärte ein Richter, Luise sei an Blutverlust sowie einem Pneumothorax - einfach ausgedrückt: eine Luftansammlung im Brustraum - gestorben. Wer hat Luise getötet?Zwei tatverdächtige Mädchen von damals 12 und 13 Jahren gerieten in das Visier der Ermittler, weil ihre Aussagen aus einer ersten Anhörung im Widerspruch zu den Aussagen anderer Zeugen standen. Bei einer nochmaligen Anhörung im Beisein von Erziehungsberechtigten und Psychologen seien sie mit den Widersprüchen konfrontiert worden und hätten die Tat gestanden. Beide Mädchen seien der Polizei zuvor nicht aufgefallen. Später zeigten Chatverläufe dem Richter zufolge, dass sich die beiden beschuldigten Mädchen zuvor bereits über eine Tötung unterhalten hätten.Was genau hinter der grausamen Tat steckt, wird wohl für die Öffentlichkeit unbekannt bleiben. (Archivbild) Oliver Berg/dpaWas ist zum Motiv bekannt?Die Ermittlungsbehörden hielten sich mit Aussagen zu möglichen Motiven zurück – es ist davon auszugehen, dass die Frage nach dem Warum für die Öffentlichkeit unbeantwortet bleiben wird. Dahinter stecke vor allem der Schutz der jungen Beschuldigten, sagte der leitende Oberstaatsanwalt in Koblenz, Mario Mannweiler. „Was für Kinder möglicherweise ein Motiv ist für eine Tat, würde sich einem Erwachsenen möglicherweise nicht erschließen.“Warum gab es keinen Strafprozess?Wegen ihres Alters sind die Beschuldigten aus Sicht der Justiz strafunmündig. Kinder unter 14 Jahren sind grundsätzlich schuldunfähig – selbst bei einem so schlimmen Verbrechen wie Mord oder Totschlag. Es wird davon ausgegangen, dass sie die Folgen ihres Handelns noch nicht ausreichend überblicken. Eine erste Maßnahme des Jugendamts war, dass die betroffenen Mädchen vorerst nicht mehr bei ihren Familien lebten, jedoch weiterhin Kontakt mit ihren Eltern hatten. Was unterscheidet ein Strafverfahren von einem Zivilverfahren?Anders als im Strafrecht können Kinder, die älter als sieben Jahre sind, im Zivilrecht für unerlaubte Handlungen haftbar gemacht werden, wenn sie eine sogenannte Verantwortungsreife besitzen. Dem Gericht in Koblenz zufolge besaßen die beiden Mädchen die erforderliche Einsichtsfähigkeit für das Unrecht ihrer Handlungen.© dpa-infocom, dpa:260528-930-138204/4

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Warum müssen Teenager für Mord an Luise zahlen?

Koblenz/Freudenberg (dpa) - Der brutale Tod der zwölfjährigen alten Luise aus Freudenberg im Siegerland ist ein Schock gewesen – nicht nur für die Familien und die Menschen in ihrer Heimstadt. Auch bundesweit war das…

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Timeline cronologica

  1. martedì 26 maggio 2026·sueddeutsche.de

    War es Mord? Prozess um getöteten Zweijährigen startet neu

    Trier (dpa/lrs) - In einem neu aufgerollten Prozess um einen getöteten zweijährigen Jungen hat ein 22-Jähriger vor dem Landgericht Trier die Tat gestanden. Es sei ihm am Tattag im…

  2. mercoledì 27 maggio 2026·sueddeutsche.de

    Mordprozess Fabian: Zeuge haben Auto der Angeklagten gesehen

    Rostock (dpa) - Im Mordprozess um den im Oktober 2025 getöteten achtjährigen Fabian haben Zeugen ausgesagt, das Auto der Angeklagten am Tattag auf einem Feldweg in der Nähe des…

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Teenager müssen für Mord an Luise Schmerzensgeld zahlen

Zwei Mädchen haben 2023 die zwölfjährige Luise mit Dutzenden Messerstichen getötet. Anders als im Strafrecht war es nun in einem Zivilverfahren möglich, die Täterinnen zu belangen.

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Mit 74 Messerstichen getötet: Teenager müssen für Mord an Luise Schmerzensgeld zahlen

Der gewaltsame Tod der 12-jährigen Luise löste landesweit Bestürzung aus. Nun erstritt ihre Familie in einem Zivilprozess Schmerzensgeld von den ebenfalls jungen Täterinnen.

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Urteil im Fall Luise: Täterinnen müssen Schmerzensgeld zahlen

Der Fall löste Entsetzen aus: Zwölf und 13 Jahre alt waren zwei Mädchen, die ihre Freundin Luise mit 74 Messerstichen töteten. Weil sie strafrechtlich nicht belangt werden können, müssen sie nun Schmerzensgeld zahlen.

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welt.de8 g fa

Teenager müssen für Mord an Luise Schmerzensgeld zahlen - WELT

Der gewaltsame Tod der jungen Luise war ein Schock und eine Tat, die fassungslos machte. Ihre Familie legte eine Klage gegen zwei geständige Mädchen ein. Was das Gericht nun entschieden hat.

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nzz.ch7 g fa

Urteil erwartet: Familie von getötetem zwölfjährigem Mädchen fordert Schmerzensgeld

Die beiden mutmasslichen Täterinnen waren jünger als 14 Jahre und können nach deutschem Recht nicht bestraft werden. In einem Zivilprozess will Luises Familie ein Zeichen setzen: Die Tat soll nicht folgenlos bleiben.

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    Mordprozess Fabian: Zeugin fotografierte Feuer am Fundort

    Rostock (dpa) - Im Mordprozess um den getöteten Jungen Fabian geht die akribische Spuren- und Beweisauswertung am Landgericht Rostock weiter. Am sechsten Verhandlungstag sagte…

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    Das Landgericht Koblenz hat entschieden, dass die beiden minderjährigen Täterinnen im Fall der getöteten Luise aus Freudenberg 144.000 Euro zahlen müssen. Die Summe setzt sich aus…

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    Vor mehr als zwei Jahren wurde die damals 12 Jahre alte Luise aus Freudenberg getötet. Zwei strafunmündige Mädchen wurden jetzt zur Zahlung eines hohen Schmerzensgeldes verurteilt.

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    Siegerland: Mädchen müssen nach Tötung bei Freudenberg hohes Schmerzensgeld zahlen

    Vor drei Jahren war eine Zwölfjährige aus Freudenberg getötet worden – zwei Mädchen gestanden die Tat. Sie müssen der Familie des Opfers ein hohes Schmerzensgeld zahlen.

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  • giovedì 28 maggio 2026·faz.net

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    Der Fall löste Entsetzen aus: Zwölf und 13 Jahre alt waren zwei Mädchen, die ihre Freundin Luise mit 74 Messerstichen töteten. Weil sie strafrechtlich nicht belangt werden können,…