Oslo (dpa) - Jule Brand stand mit zusammengepressten Lippen auf dem Rasen des Ullevaal Stadions von Oslo, während Ewa Pajor völlig losgelöst erst mit der polnischen Fahne und später mit der Champions-League-Trophäe jubelte. Kontrastreicher hätte das Finale der Fußballerinnen nicht verlaufen können für die beiden früheren Wolfsburgerinnen. Eine Halbzeit lang widersetzte sich Olympique Lyon mit Brand dem übermächtigen FC Barcelona, ehe sich die Spanierinnen vor allem dank Pajor mit 4:0 (0:0) durchsetzten.„Das ist der beste Tag in meinem Leben. Meine Familie ist hier und ich bin sehr glücklich. Es ist ein spezieller Tag und er wird es für immer bleiben“, sagte die polnische Nationalspielerin. „Es ist ein unglaubliches Gefühl.“Pajor TorschützenköniginMit ihren Königsklassentoren Nummer zehn und elf (55. und 69. Minute) ebnete Pajor den Weg zum vierten Triumph für Barça nach 2021, 2023 und 2024 - und kürte sich zur Torschützenkönigin. Salma Paralluelo (90./90.+3) machte dann alles klar in einem hochklassigen Endspiel vor 24.258 Zuschauern.Jule Brand (r) ist auf verlorenem Posten im Königsklassen-Finale. Kirsty Wigglesworth/AP/dpaDas Team um Alexia Putellas und Aitana Bonmatí zeigte sich einfach zu effektiv. Brand hatte nur wenige auffällige Szenen. So jagte die 73-fache deutsche Nationalspielerin nach einer knappen halben Stunde den Ball aus spitzem Winkel über die Latte. Die 23 Jahre alte Pfälzerin stand schon 2023 mit dem VfL Wolfsburg im Finale gegen Barcelona (2:3), saß dabei aber nur auf der Bank. „Geld kann nicht alles kaufen“ Barcelonas Spielerinnen, die sich im Halbfinale gegen den FC Bayern durchgesetzt hatten, holten sich nach dem gegen den FC Arsenal im vergangenen Jahr verlorenen Endspiel den Pokal zurück. Lyon bleibt Rekordsieger mit acht Titeln.Spaniens Nationalkeeperin Cata Coll konnte sich eine Spitze gegen den französischen Spitzenclub nicht verkneifen. „Geld kann nicht alles kaufen“, sagte die 25-Jährige in Richtung von US-Milliardärin Michele Kang, der Eigentümerin von Lyons Frauenteam.„Ich möchte mich nicht in ihre Kontroverse einmischen. Sie haben gewonnen. Man muss ihnen einfach gratulieren. Und wenn sie sich auf solche Dinge einlassen will, dann ist das nicht mein Problem“, sagte Olympique-Kapitänin Wendie Renard. „Ich denke, bei OL haben wir die Dinge immer korrekt gehandhabt. Wir haben immer hart gearbeitet.“„Unangefochtene Königinnen von Europa“Barcelona gilt zwar als beste Vereinsmannschaft der Welt. Die Milliardenschulden der Männer beim katalanischen Starclub gehen aber nicht spurlos an den Frauen vorüber. Beim Umsatz der Saison 2024/25 lag Arsenal (25,6 Millionen Euro) vor dem FC Chelsea (25,4) und Barcelona (22,0). Dies geht aus einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte hervor. Und dennoch feierten die Katalaninnen das Triple. „Dieser Club hat etwas Besonderes und diese Mannschaft steht für das Talent der Spielerinnen. Es gibt welche, die gehen, andere kommen. Aber wir bewahren unsere Identität und deshalb gewinnen wir weiter“, sagte Weltfußballerin Bonmatí. „Unangefochtene Königinnen von Europa“, titelte das spanische Portal „As“.© dpa-infocom, dpa:260524-930-123294/1

Dass Lyon gegen den FC Barcelona im Finale der Champions League steht, liegt auch an Jule Brand – die sich unter den Größen des Rekordsiegers etabliert hat. Und der hat noch einen…

Ewa Pajor po raz kolejny dokonała rzeczy wielkiej! Strzeliła gola w finale kobiecej Ligi Mistrzyń. W sobotni wieczór w 55. minucie pokonała bramkarkę Olympique'u Lyon i tym samym…